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Neue Spots der Flensburger Brauerei : Sylter wirbt für Flensburger Bier: „Norddeutsch gucken kann ich“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Aus 800 Bewerbern wurde der Sylter Andreas Arndt als neues Werbegesicht der Flensburger Brauerei ausgewählt. Die Spots starten Ende März.

Sylt/Flensburg | Drei wortkarge Nordlichter sitzen in einer Hollywoodschaukel am Strand und öffnen mit einem spritzigen „Plopp“ ihre Bierflaschen: Das ist die Grundzutat für die Werbespots der Flensburger Brauerei. Für die richtige Würze der Spots für das Bier mit der Bügelflasche sorgen die pointierten Sprüche der Protagonisten, die mit ihrem trockenen Humor die typisch norddeutsche Art treffen sollen.

Nun wurde von der Brauerei eine neue Reihe Werbespots gedreht und der 50-jährige Sylter Andreas Arndt, der eigentlich bei der Lebenshilfe Sylt arbeitet, ist einer der drei Hauptdarsteller. „Als ich Anfang Februar den Aufruf im Radio hörte, dachte ich sofort ‚die sprechen doch von dir!‘“, sagt Arndt lächelnd, „denn die haben einen Norddeutschen gesucht, der trocken durch die Gegend gucken kann. Und das kann ich.“

Für die Mitarbeiter der Brauerei war die Resonanz auf den Aufruf überwältigend. „Wir haben insgesamt 800 Bewerbungsvideos aus ganz Deutschland erhalten“, sagt Unternehmenssprecherin Sara Sausmikat-Theilen, , die auch die Idee für den Aufruf hatte. „Wir haben 30 Bewerber zu einem Casting nach Hamburg eingeladen und Andreas hat uns mit seiner authentisch-norddeutschen Art sofort absolut überzeugt.“

Seine eigene Einschätzung sah allerdings anders aus: Weil Arndt nach dem ersten Casting-Durchgang nicht an sein Weiterkommen glaubte, hat er sich nach den anfänglichen Aufnahmen schnell wieder auf den Heimweg nach Sylt gemacht. „Als wir ihn dann als einen der Finalisten erneut sehen wollten, saß er schon wieder im Zug nach Sylt und konnte unseren Anruf kaum fassen“, so Sausmikat-Theilen.

Dass der 50-Jährige einmal das Werbegesicht einer Bier-Marke werden würde, hätte er sich nach eigener Aussage auch nicht träumen lassen. „Ich habe das bis zum Schluss nicht begreifen können“, freut er sich, „und auch wenn ich die Spots bald im Fernsehen sehe, wird es ein wenig unwirklich sein, dass ich das bin.“

Die Brauerei suchte für ihre Spots absichtlich keine professionellen Schauspieler, sondern „unverfälschte“ und echte Norddeutschte: „für uns war vor allem die Bewerbungsphase spannend, weil wir nicht wussten, ob wir überhaupt Videos geschickt bekommen und wenn ja, wer uns etwas schickt.“ Dass die Einsendungen allerdings so kreativ sind, das hätte Sausmikat-Theilen nicht erwartet: „Wir waren von der Qualität wirklich überrascht. Viele haben Platt gesprochen, tolle Requisiten benutzt und lustige Kleidung getragen.“

Andreas Arndt hat sein Video allerdings eher schlicht, eben typisch norddeutsch, gehalten: Er hat sich nach dem Aufruf eine Kamera mit Selbstauslöser, ein Stativ und ein paar Flaschen Flens geschnappt und ist damit an den Strand gegangen. Viel, so sagt er, habe er dann gar nicht gemacht. „Ich habe mal nach links und nach rechts geschaut und dann die Bierflasche geöffnet.“

Mit dieser Art hat er aber genau den Typ getroffen, den sich die Macher der Spots wünschten. „Andreas wirkte schon beim Selbstcasting cool und souverän durch seine Echtheit“, sagt Torsten Wacker, der Regisseur der Werbespots, „genau so war er dann auch am Set. Es hat richtig Spaß gemacht mit ihm zu drehen.“

Die Spots laufen ab Ende März unter anderem im Umfeld der Bundesliga und der Formel Eins. Andreas Arndt, der schon ab und zu als Komparse im Fernsehen zu sehen war, wird man also ab sofort noch öfter sehen. Darauf, so sagt er, freut er sich sehr: „Angst davor, auf der Straße erkannt zu werden, habe ich überhaupt nicht“.

Regisseur Wacker ist von dem Sylter nachhaltig begeistert: „ Auch wenn das bei einem Mann seines Alters vielleicht schräg klingt, aber Andreas ist in der Tat ein großes Talent. Ich werde ihn sicher wieder besetzen.“

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erstellt am 06.Mär.2015 | 13:56 Uhr

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