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Schwimmsport : Sylter Welle bald mit Sportbecken?

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Weil der Vertrag für die Lister Schwimmhalte Ende 2014 ausläuft, sucht der Schulverband sucht nach einer Alternative. Eine Option ist der Umbau des Außenbeckens der Sylter Welle.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 06:00 Uhr

Wird das Außenbecken der Sylter Welle in Zukunft zum neuen Sportbecken der Insel? So sieht zumindest eine der Alternativen aus, mit denen sich der Schulverband in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt hat. Im August haben die Sylter Gemeinden mit der NSC Grundbesitz GmbH einen bis Ende 2014 geltenden Nutzungsvertrag für die Lister Schwimmhalle unterschrieben. Bis dahin ist also der Schwimmsport auf Sylt gesichert. Wie es danach weitergehen soll, ist noch völlig offen.

Peter Douven, Geschäftsführer des Insel Sylt Tourimsus-Service (ISTS) hat den Mitgliedern des Schulverbands jetzt einige Möglichkeiten vorgestellt. Seiner Ansicht nach würden die Gemeinden viel Geld sparen, wenn die Sylter Welle um ein Lehrschwimmen erweitert wird. Denn hier könnte das bereits vorhandene Personal und die technischen Anlagen für die Wasseraufbereitung genutzt werden. Douven schlägt vor, das Außenschwimmbecken den Anforderungen eines Lehrschwimmbeckens anzupassen. Die Überdachung, die Vertiefung auf bis zu 3,80 Meter und die Verbreiterung auf 10 mal 25 Meter, der Bau von zwei Sprungtürmen und weitere Änderungen würden insgesamt mit rund zweieinhalb bis vier Millionen Euro zu Buche schlagen – je nachdem, ob Fördermittel bewilligt werden. Der Neubau eines Sportbeckens an einem anderen Ort – beispielsweise am Schulzentrum – würde dagegen rund sechs Millionen Euro kosten.

Für das weitere Vorgehen des ISTS benötigt Douven bis November eine klare Aussage, ob sich der Schulverband Sylt und die amtsangehörigen Gemeinden für einen Umbau der Sylter Welle aussprechen. In diesem Fall könnten die Planungen bereits im kommenden Jahr beginnen.

Während der Sitzung begrüßten die Vertreter der Gemeinden den Vorschlag besonders wegen der zentralen Lage und den kurzen Anfahrtswegen für Schüler. Auf Anfrage erklärte der Tourismusdirektor, dass die Sicherung der Nutzungszeiten für Vereine und Schulen über entsprechende vertragliche Regelungen gesichert werden müssten. Außerdem glaubt er nicht, dass der zusätzlich zu erwartende Verkehr im Kurzentrum ein Problem darstelle.

Gerade dieser Punkt war es, den Wenningstedts Bürgermeisterin Kathrin Fifeik in ihrer Gemeindevertretung kritisch ansprach. Wenn es ein neues Schwimmbad geben solle, dann ihrer Ansicht nach nicht in Westerland, wo das Verkehrsaufkommen ohnehin schon so hoch sei. Wie Fifeik haben auch die anderen Insel-Bürgermeister die vergangenen Wochen genutzt, um die verschiedenen Vorgehensweisen in Sachen Schwimmunterricht in ihren Gemeinden vorzustellen. Amtsvorsteher Rolf Speth ließ aber bereits durchblicken, dass es aus mehreren Gemeinden Widerspruch gegen die Pläne gebe. Ob das Sportbecken in der Sylter Welle eingerichtet, an einer anderen Stelle neu gebaut oder die Idee komplett fallen gelassen wird, soll in der nächsten Sitzung des Schulverbands am 6. November diskutiert werden. Der Prozess steht noch am Anfang.

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