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DB Regio : Sylter Unternehmer fordern weitere Verbesserungen

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

DB Regio baut die Kapazitäten auf Strecke Hamburg-Westerland aus. Dennoch gibt es Probleme.

Auch nach dem Wechsel von der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) zu DB Regio berichtet die Sylter Rundschau täglich über alle „planmäßigen“ Einschränkungen und Zugausfälle auf der Bahnstrecke zwischen dem Festland und der Insel. Außerdem veröffentlichen wir wichtige Hinweise zu sämtlichen Reisemöglichkeiten, die derzeit genutzt werden können.

Am heutigen Mittwoch sollen alle Züge der Linien RE 6 und RB 62 fahrplangemäß fahren, teilt der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH) mit. Für den Verkehr nach und von Sylt seien von DB Regio in der Hauptverkehrszeit weitreichende Kapazitäten vorgesehen. Allerdings noch immer mit altem Wagenmaterial, das aus vielen Teilen Deutschlands auf die Marschbahnstrecke gebracht wurde und dort im Einsatz bleibt, bis die Kupplungsschäden an allen, zuvor von der NOB eingesetzten Waggons behoben sind. Experten-Schätzungen zufolge sollen diese Reparaturarbeiten noch bis etwa März kommenden Jahres andauern.

Aufmerksam verfolgt wird die neue Entwicklung auf der hochfrequentierten Bahnstrecke zwischen Niebüll und Westerland vom Verein Sylter Unternehmer (SU), der sich für die Interessen der Pendler und der Firmen auf der Insel einsetzt, in denen sie arbeiten. „DB Regio hat die Vorbereitungszeit genutzt, um sich auf diese schwierige Situation bestmöglich einzustellen. Das war spürbar und das meiste lief in den ersten beiden Tagen wirklich gut“, berichtet SU-Geschäftsstellenleiter Ronald Glauth nach einer internen Auswertung am Montagabend. Insgesamt habe es Rückmeldungen gegeben, dass alle Mitarbeiter ihre Arbeitsstellen bis auf geringe Abweichungen pünktlich erreichen konnten.

„Wir wissen, dass wir beim Wagenmaterial noch Abstriche machen müssen. Aber das ist nun mal dieser Lage geschuldet und wird sich perspektivisch sicher verbessern“, hofft Glauth. „In Bezug auf die Information bei Verspätungen lief noch nicht alles rund. Und auch die Echtzeitmeldungen über die Apps sind noch nicht optimal.“ Sorgen bereitet den Sylter Unternehmern jedoch der Umstand, dass in den DB-Zügen – anders als bei der NOB – nicht nachgelöst werden kann. „Da sehen wir schon ein Servicedefizit, aber es entspricht ja leider der in der DB Regio ausgegebenen Grundregel und ist auch auf anderen Strecken der DB Regio so“, bedauert der SU-Geschäftsstellenleiter. „Umso wichtiger ist es daher, dass man seitens DB Regio vor allem in der Anfangszeit mit dem richtigen Fingerspitzengefühl kulant agiert. Zufrieden sind wir mit dieser Regelung aber nach wie vor nicht.“

Nach Informationen, die der Sylter Rundschau vorliegen, wurde bereits am ersten Tag, also am Sonntag, teilweise streng mit Reisenden ohne Fahrschein umgegangen. Ein Jugendlicher auf dem Weg von Husum nach Westerland, der wie sonst auch im Zug bezahlen wollte, wurde laut Angaben seines Vaters barsch abgewiesen und musste 60 Euro „Strafe“ plus 14,30 Euro für die Fahrkarte zahlen.

Auch die von Achim Bonnichsen, dem Initiator der Facebook-Pendlergruppe, kritisierte Zug-Lücke zwischen 22.22 Uhr und 0.02 Uhr beschäftigt den Verein Sylter Unternehmer. „Hier gehen wir gerade der Frage nach, wie viele Pendler es tatsächlich betrifft“, so Glauth. „Es tut zwar gut zu sehen, dass DB Regio um einen guten Start bemüht ist. Aber das Ziel der fortlaufenden Verbesserung darf nicht aus den Augen verloren werden. Dafür haben unsere pendelnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu viel ertragen müssen. Es ist eine sehr sensible Situation, in der es unbedingt bergauf gehen muss.“

Noch bis Sonntag, 18. Dezember, können alle Fernzüge (IC) sowie der Sylt Shuttle Plus auf der Strecke Hamburg- Westerland ohne Aufpreis genutzt werden. Auch das Quer-durchs-Land-Ticket, das Schönes-Wochenende-Ticket, das Schleswig-Holstein-Ticket und Schwerbehindertenausweise mit gültiger Wertmarke werden anerkannt. Die über den SyltShuttle angebotenen Fahrten haben heute wegen Wartungsarbeiten allerdings verringerte Kapazitäten. Das betrifft in der Hauptverkehrszeit die Fahrt um 8.31 Uhr nach Westerland.

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erstellt am 14.Dez.2016 | 05:46 Uhr

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