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Sylter Strände: Neues Konzept für Versorgung

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Das aktuelle Sylter Strandversorgungskonzept stammt noch aus dem Jahr 2002. Mittlerweile planen insbesondere Rantum, Hörnum und Kampen neue Versorgungseinrichtungen, deren Größenordnungen darin nicht abgedeckt sind. Das ab Januar entstehende insulare Bauamt soll ein neues Konzept erarbeiten.

Rantum | Ein Neubau, der laut Planungen bis zu zehn Meter hoch werden darf und neben einem gastronomischen Angebot auch die Funktionen WC/Dusche und Kiosk vorhalten soll… Stellt man sich so einen ursprünglichen Strandversorgungsbetrieb vor? "Ganz klar: Nein", sagt Dr. Roland Klockenhoff. "Das, was als Strandversorgung Rantum-Nord geplant ist, beinhaltet vordergründig ein gewinnorientiertes gastronomisches Konzept."

"Wir lehnen den vorgesehenen Bau des Gebäudekomplexes (...) in dieser Größenordnung ab", heißt es in einer Stellungnahme des Vorsitzenden der Naturschutzgemeinschaft Sylt bezüglich des Projekts. Klockenhoff bemängelt nicht nur, dass das Vorhaben im Naturschutz- und FFH-Gebiet geplant ist, ohne dass Standortalternativen geprüft wurden. Auch gebe es noch kein insular abgestimmtes Strandversorgungskonzept, das die in dieser Größenordnung existierenden Planungen auffange.

In der Tat: Das heute aktuelle Konzept wurde 2002 vom damals noch existierenden Planungsverband beschlossen. Mittlerweile planen jedoch einige Gemeinden wie Rantum, Hörnum und Kampen deutliche Erweiterungen oder gar neu zu bauende Strandversorgungseinrichtungen. "Speziell die Rantumer preschen vor, ohne dass ein neues Konzept vorliegt", sagt Klockenhoff.

Genau ein solches "Insulares Strandversorgungskonzept" hat jedoch die Landesplanung gefordert. Die durch das Amt Landschaft Sylt fremdbeauftragte Ausarbeitung hatte nicht das gewünschte Ergebnis. So zeigte sich beispielsweise die Stadt Westerland nicht einverstanden mit dem vorgelegten Entwurf. Unter anderem fehle die notwendige Problematisierung der Thematik Größenordnung und Zweckbestimmung für die gastronomischen Betriebe. Nach Auskunft von Stadtbaumeister Wolfgang Knuth wird das am 1. Januar 2009 entstehende insulare Bauamt das neue Konzept erarbeiten.

Die in Hörnum und Rantum geplanten Strandversorgungen hat der städtische Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung zunächst abgelehnt. Einerseits sei die Forderung des Innenministeriums nach einem abgestimmten insularen Strandversorgungskonzept nicht erfüllt. Andererseits wird aufgrund der geplanten Größenordnung bezweifelt, "dass es sich um reine Strandversorgungsbetriebe (zur Deckung des Bedarfs von Strandbesuchern) handelt", so die Begründung.

Im Falle des Hörnumer Vorhabens wurden zusätzlich Bedenken wegen der Erschließung (durch die Lage an einem Gehweg) geäußert.

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erstellt am 18.Dez.2008 | 10:57 Uhr

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