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Sylter Rundschau

20. August 2017 | 17:37 Uhr

Bundestagswahl : Sylter Stimmen zur Wahl

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Inselpolitiker bewerten das Ergebnis der Bundestagswahl und analysieren ihr Abschneiden auf Sylt.

Nachdem alle Wahlurnen geleert, die Stimmen ausgezählt und die Parteiführer in Berlin vor die Fernsehkameras getreten sind, analysieren jetzt auch die Inselpolitiker das Abschneiden der eigenen Partei auf der Insel und im Bund.

Die CDU verpasste bei der Bundestagswahl nur knapp die Absolute Mehrheit, Direktkandidat Ingbert Liebing zog erneut in den Bundestag ein und auf Sylt holten die Christdemokraten 47,3 Prozent der Stimmen (5 098 Zweitstimmen) – für den Sylter CDU-Vorsitzenden Oliver Ewald viel Grund zur Freude: „Das man eine solche Mehrheit noch erlebt, hätte ich nicht erwartet. Ich bin seit dem 15. Lebensjahr politisch aktiv und bin heute schlicht stolz auf die Partei und unsere Kanzlerin.“ Es sei erfreulich, dass Stimmen von der FDP zurück an die CDU gegangen seien. „Auch die große Zustimmung besonders von jungen Menschen macht mich sehr froh“, so Ewald.

Auch bei der Insel-SPD ist man mit dem Ausgang der Wahl zufrieden: „Mit 24,3 Prozent der Zweitstimmen auf Sylt können wir eine kleine prozentuale Steigerung verbuchen, das ist für uns ein Erfolg“, findet Eberhard Eberle, Vorsitzender der Sylter SPD. Zwar habe man sich im Bund mehr versprochen, doch nun über ein Bündnis mit den Linken und den Grünen doch noch in Regierungsverantwortung zu gelangen, hält Eberle für falsch: „Wir lehnen das ab. Nachdem wir mit einer anderen Haltung Wahlkampf gemacht haben, können wir jetzt keine Kehrtwende machen.“ Ob aber eine große Koalition die kommenden Problemen wie steigende Energiekosten und Eurokrise wird stemmen können, da ist sich Eberle noch nicht sicher.

Während die FDP im Bund den Einzug ins Parlament verpasst hat, sind die Liberalen auf der Insel nach Zweitstimmen mit neun Prozent drittstärkste Kraft. Allerdings tritt die Partei in der Kommunalpolitik der Insel nicht mehr in Erscheinung: „Uns fehlt hier das Team“, sagt Vorsitzender Karl-Udo Rühl. Trotz der Niederlage will er sich nicht entmutigen lassen und glaubt an eine Widerauferstehung der Partei im Bund. „Wir müssen nun gemeinsam noch mehr arbeiten. In vier Jahren sind wir dann wieder da.“

Für die erste Insel-Grüne, Maria Andresen, haben die Wähler klar für einen Politikwechsel gestimmt: „Viele haben sehr bewusst ihre Stimmen verteilt.“ Dass ihre Partei dabei im Bund unter den Erwartungen abgeschnitten habe, sei in erster Linie hausgemacht: „Wir sind nicht unschuldig. Unser Wahlkampf war von den Themen her schlecht abgestimmt.“ Zudem hätte die Partei unter schlechter Berichterstattung gelitten, so Andresen.

Direktkandidat Oliver Sippel gibt beim Blick auf das Ergebnis seiner Partei offen zu, dass er „etwas traurig“ sei. „Es ist uns offenbar nicht gelungen unsere Themen richtig zu vermitteln“, so Sippel. Ans Aufhören denkt der 35-Jährige nicht: „Nun wird sich zeigen, wer sich wirklich engagiert – vielleicht ist das für unsere Partei gar nicht schlecht.“

 

 

 

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erstellt am 24.Sep.2013 | 00:34 Uhr

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