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DGzRS : Sylter Seenotretter bewahren norwegische Yacht vor dem Sinken

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In der Nacht von Montag auf Dienstag drohte eine Motoryacht etwa fünf Seemeilen westlich vor Sylt zu sinken.

Die Seenotretter der Stationen List und Hörnum auf Sylt sowie Amrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren in der Nacht von Montag auf Dienstag gemeinsam für eine norwegische Motoryacht im Einsatz, die mit drei Personen an Bord zu sinken drohte.

Gegen 18.20 Uhr hatte der Skipper der 14 Meter langen Yacht „La Carlotta“ die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmiert. Nach einem Maschinenalarm hatte die Crew festgestellt, dass der Maschinenraum verqualmt war und zu diesem Zeitpunkt bereits über 70 Zentimeter voll Wasser gelaufen war.

Der Wassereinbruch war so stark, dass die Crew befürchtete, ihr Boot würde sinken. Sicherheitshalber alarmierte die Seenotleitung die Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“ der Station Amrum, „Pidder Lüng“ der Station List auf Sylt, das Freiwilligen-Seenotrettungsboot „Horst Heiner Kneten“ der Station Hörnum auf Sylt sowie den SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine.

Das Tochterboot der „Ernst Meier-Hedde“ von Amrum stellte jedoch schnell fest, dass die angegebene Position des Havaristen im Watt östlich der Inseln nicht korrekt war. Stattdessen befand sich die „La Carlotta“ etwa fünf Seemeilen (also zirka neun Kilometer) westlich von Sylt.

Der Marine-Hubschrauber war gegen 19.15 Uhr vor Ort und blieb bis zum Eintreffen der Rettungseinheiten auf Standby. Die „Pidder Lüng“ übergab mobile Lenzpumpen und pumpte zunächst 2  200 Liter Wasser aus dem Havaristen.

In langsamer Schleppfahrt zwischen der „Horst Heiner Kneten“ und der „Pidder Lüng“ brachten die Seenotretter die Yacht nach Hörnum, wobei alle zwanzig Minuten erneut mehrere hundert Liter aus der Motoryacht gepumpt wurden. Gegen 23.30 Uhr traf der Schleppzug im Hafen von Hörnum ein. Um den Havaristen über Nacht flott zu halten, brachten die Seenotretter ein Lecksegel an.

Die „Pidder Lüng“ konnte sich um 3.20 Uhr wieder „Klar P 3“ („einsatzbereit auf Station“) aus List melden.

Die Motoryacht befand sich auf Überführungsfahrt von Amsterdam (Niederlande) nach Molde (Norwegen).

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erstellt am 01.Aug.2017 | 16:12 Uhr

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