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Deutscher Schulpreis 2016 : Sylter Schule im Rennen um renommierten Schulpreis

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Eine Jury wählte die Westerländer Grundschule St. Nicolai unter in die Top 17. Die Entscheidung ums Weiterkommen fällt im Februar.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 05:39 Uhr

17 Schulen in Deutschland dürfen sich Hoffnung auf den Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung machen. Darunter: Die St. Nicolai-Schule in Westerland. Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern hat die Sylter Grundschule auf der Basis von umfangreichen Bewerbungsunterlagen ausgewählt. In den kommenden Wochen reisen nun Juryteams durch ganz Deutschland, um die Schulen zu besuchen und zu begutachten, auf die Insel kommen sie im Februar.

„Es ist so toll, dass wir so weit gekommen sind“, freut sich Schulleiter Horst-Peter Feldt, „das ist wirklich der größte und renommierteste Schulpreis. Selbst wenn wir nicht die nächste Runde erreichen sind wir unheimlich stolz, bis hierhin gekommen zu sein.“

Die Chancen auf die nächste Runde sind gut: Von den 17 Schulen kommen immerhin 15 weiter und dürfen nach Berlin zur Preisverleihung fahren. Um diese Top 15 zu ermitteln, führt die Jury bei ihrem Besuch Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern und besucht Unterrichtseinheiten und Projekte.

Um die Bewerbung für den Schulpreis zusammenzustellen, musste der Schuldirektor zusammen mit dem Schulleitungsteam viel Zeit und Mühe investieren. „Die Anforderungen waren hoch und der Bewerbungsablauf sehr umfangreich“, so der Schulleiter, „man musste in sechs Qualitätsbereichen ‚gut‘ und mindestens in einem Bereich ‚weit überdurchschnittlich‘ abschneiden.“ Zu den Qualitätsbereiche zählen Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner sowie Schule als lernende Institution. „Außerdem mussten wir Angaben zur Schule und zur Schülerschaft mit Beschreibung der Rahmenbedingungen der Schule einreichen und als Referenz außerschulische Kooperationspartner angeben“, so Feldt. Hier habe sich die Schule unter anderem für die Naturschutzgemeinschaft Sylt entschieden, mit der die Schule Projekte durchführt.

Die ganze Mühe habe sich jedoch gelohnt: „Am 10. und 11. Februar wird hier ein Großauflauf sein“, sagt der Schulleiter lachend, denn dann reist das „Besuchsteam“ des Deutschen Schulpreises an, das aus drei Vertretern der Jury und pädagogischen Experten besteht. Ein Mitarbeiter der Robert Bosch Stiftung begleitet die Besuchsgruppe. Zunächst werden die Experten ein erstes Gespräch mit der Schulleitung führen und einen Schulrundgang machen. Der zweite Besuchstag besteht in erster Linie dann aus Unterrichts- und Projektbesuchen. Das Besuchsteam soll dabei Gelegenheit erhalten, sich völlig frei im Schulhaus zu bewegen. Gespräche mit Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern ergänzen den Besuchstag. In einem abschließenden Gespräch mit der Schulleitung können offene Fragen geklärt werden. Für die Gestaltung des Schulbesuche ist grundsätzlich die Schule St. Nicolai verantwortlich.

Horst-Peter Feldt glaubt, seine Schule habe die Chance, eine Runde weiter zu kommen: „Unser herausstellendes Merkmal ist, dass wir eine Schule für alle Kinder sind“, sagt er, „wir haben ein Förderzentrum für Hochbegabte, leben und fördern Integration und Inklusion und sind ‚Zentrum für Deutsch als Zweitsprache‘“, so Feldt.

Ob es für die Schule St. Nicolai nach Berlin geht, wird sich im April entscheiden: Im Anschluss an alle Schulbesuche nominiert die Jury die besten 15 Schulen. Diese nehmen dann an der feierlichen Preisverleihung mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier am 8. Juni in der Hauptstadt teil. Dann wird auch gelüftet, wer die begehrten Preise mit nach Hause nehmen kann. Und die können sich sehen lassen: Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100  000 Euro, die weiteren Preisträger zusammen nochmals insgesamt über 100  000 Euro. Geld, über das sich auch die Schule St. Nicolai freuen dürfte. Aber das erste Ziel sei die Fahrt nach Berlin. „Da würden wir natürlich mit einer Delegation aus aus Kindern, Lehrern und Schüler in die Hauptstadt fahren“, sagt Schulleiter Feldt.

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