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Adventskalender Sylter Rundschau 2016 : Sylter Profi-Vorleser

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In unserem Adventskalender erzählt heute Jonas Raspé, was er gerne (vor-)liest.

Für den diesjährigen Adventskalender öffnen wir gemeinsam mit unserem goldenen Hirschen für Sie die Türen von Insulanern und schauen auf Nachttische und in Bücherschränke: Bis Weihnachten stellen wir jeden Tag ein Lieblingsbuch eines Menschen dieser Insel und seine Geschichte dazu vor. Heute mit Jonas Raspé (37), Goldschmied aus Morsum.


Jonas Raspé empfiehlt das Buch Der Löwe ist los von Max Kruse (1952).

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„Das Buch ‚Der Löwe ist los‘ habe ich meiner heute fünfjährigen Tochter Ella das erste Mal vorgelesen, als sie drei Jahre alt war. Sie ist sehr früh dran, was Bücher angeht, und würde auch zehn Stunden am Stück zuhören, wenn man ihr vorliest (lacht).

So bin ich auch auf dieses Buch gestoßen: Nachdem wir Astrid Lindgren durchgelesen hatten, war ich auf der Such nach einem neuen Klassiker der Kinderliteratur. ‚Der Löwe ist los‘ lässt sich sehr gut vorlesen. Es ist der erste Band einer Kinderbuchreihe, die insgesamt fünf Bände umfasst. Das ist toll, denn wenn das Interesse der Kinder geweckt ist, kann man anschließend noch weitere Bücher kaufen.

 Der Autor ist Max Kruse, ein Sohn der berühmten Puppenmacherin Käthe Kruse. Die Hauptcharaktere in dem Buch sind unter anderem die Kinder Pips und Kim sowie der Rabe Ra, der Kater Ka und ein afrikanischer Löwe. Dieser ist die besondere Attraktion des Stadt-Zoos: Einmal vergisst Tierarzt Doc, den Löwenkäfig wieder zu verriegeln. Der Löwe nutzt die neue Freiheit und macht sich auf den Weg in die Stadt.

Die Einwohner haben Angst und verstecken sich in ihren Häusern. Alle sind in Aufruhr und wollen das Tier fangen, der entkommt jedoch auf einem Segelboot. Mit den Kindern freundet er sich an und sie erleben gemeinsam zahlreiche Abenteuer. Sie landen zum Beispiel auf einer Menschenfresser- und einer Papageienfresserinsel. Zum Schluss kommt der Tierarzt Doc und will den Löwen zurück in den Zoo bringen.

Am Anfang sind es ziemlich viele Personen, aber wenn man einige Seiten gelesen hat, findet man sich schnell zurecht. Das Buch ist auch von der Sprache gut. Inzwischen lese ich meinen Töchtern Ida (3) und Ella jeden Tag vor: Bei der Älteren meistens rund eine Stunde am Abend – in den Hochzeiten musste ich aber auch schon gleich morgens vorlesen.

Dabei haben wir einige Bücher durchgearbeitet (schmunzelt). Ich finde es wichtig, dass man die Bücher mag, die man vorliest – Prinzessin Lillifee würde ich zum Beispiel nicht anfassen. Selbst schaffe ich es meist nur im Urlaub, etwas für mich zu lesen. Zwar wurde mir früher auch vorgelesen, viele Kinder-Klassiker kannte ich aber noch nicht. Es macht einfach Spaß, jetzt auf diese Weise einen Überblick über Kinderbücher zu bekommen.“

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erstellt am 20.Dez.2016 | 05:31 Uhr

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