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Geburtenstation : Sylter Nachwuchs gesichert

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Einigung zwischen den Sylter Hebammen und der Asklepios Nordseeklinik: Das neue Konzept soll umgesetzt werden.

„Die Geburtshilfe auf Sylt bleibt bestehen.“ Diese positive Nachricht konnten gestern Nachmittag Eberhard Eberle als Vorsitzender des Gesundsheitsausschusses der Gemeinde Sylt und Bürgermeisterin Petra Reiber verkünden.

Ein Gespräch, an dem neben den beiden die drei Insel-Hebammen und Florian Nachtwey, Geschäftsführer der Nordseeklinik, teilgenommen hatten, führte zur Einigung. Dabei wurde beschlossen, das von der Politik im Gesundheitsausschuss erarbeitete Konzept in größten Teilen umzusetzen.

Folgendermaßen soll es nun weiter gehen: Neben Cornelia Bäcker, der bisher einzigen Beleg-Hebamme, werden sich nun auch Anke Bertram und Heidrun Hepper um die Geburten kümmern. Bertram und Hepper teilen sich dabei die Vertretung von Bäcker. „Dabei sind die Vertragsbedingungen etwas verbessert worden“, so Reiber. Zukünftig sei es auch möglich, dass Mütter, die einen Geburtsvorbereitungskurs bei Bertram oder Hepper belegen, „ihre“ Hebamme bei der Geburt im Kreißsaal an ihrer Seite haben.

Auch in Fragen der Haftpflichtversicherungen für die drei Frauen wurde ein Kompromiss gefunden: Zwei der Versicherungen in Höhe von rund 4200 Euro im Jahr übernimmt die Asklepios Nordseeklinik. Eine weitere wird aus dem mit Spenden gefüllten Hilfsfonds für Familien in Not der Bürgermeisterin beglichen – allerdings nur übergangsweise für ein Jahr: „So kann Zeit gewonnen werden, um Spender zu finden, die diese Versicherung zukünftig finanzieren“, sagte Reiber. Denn auf Dauer könne der Hilfsfonds nicht mit einer so hohen Summe belastet werden. Eberle zeigte sich optimistisch, dass sich Spender finden werden: „Ich kann mir gut vorstellen, dass das funktioniert.“

Langfristig würden die drei Hebammen laut Reiber außerdem prüfen, ob sie in einem von ihnen in Eigenregie geführten Geburtshaus auf der Insel nicht zu besseren Konditionen arbeiten könnten. Bei einem Notfall stünde ihnen dann der OP der Nordseeklinik zur Verfügung.

Eberhard Eberle zeigte sich nach den Gesprächen erleichtert: „Ich bin begeistert, dass das geklappt hat und Herr Nachtwey dem Konzept zugestimmt hat.“ Auch die Bürgermeisterin war erfreut: „Eine funktionierende Geburtenstation dient der Sicherheit der werdenden Mütter.“ Und dass davon wieder mehr auf die Insel kommen, wäre ganz in Reibers Sinne: „Früher sind viele Urlauberinnen extra für die Geburt nach Sylt gekommen – das kann gerne wieder so werden.“

 

 

 

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erstellt am 17.Okt.2013 | 00:32 Uhr

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