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Kolumne Strandgut : Sylter Legenden: Zu falsch, um wahr zu sein

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In der Kolumne Strandgut setzt sich Redakteurin Julia Nieß mit Geschichten über Sylt auseinander, deren Wahrheitsgehalt leider oft zweifelhaft ist.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2015 | 05:07 Uhr

Sie heißen Urban Legends, moderne Mythen oder Großstadtlegenden: Mehr oder weniger skurrile Geschichten, die mündlich weitererzählt werden, deren Quellen sich aber nicht mehr zurückverfolgen lassen. Zwar war der Erzähler selbst nie dabei, aber angeblich immer jemand aus seinem nahen Umfeld. Manche haben einen Gruselfaktor, meist sind sie unterhaltsam bis sonderbar – und ob sie jemals geschehen sind, ist mehr als fraglich.

Im kleinen Kosmos der Insel kursieren viele diese Legenden. Gruselig, skurril und völlig unmöglich, alles ist mit dabei. Da gibt es zum Beispiel die schreckliche Geschichte von dem Kind, das vor vielen Jahren beim Bewachen der Biike zwischen den Ästen eingeschlummert ist und durch das Abbrennen durch die Nachbargemeinde in den Flammen den Tod fand. Auch alte Feuerwehrleute können sich an solch einen Vorfall auf Sylt nicht erinnern. Erzählt wird die Geschichte dennoch.

Eine spannende Geschichte ist die Legende der „Sylter Sieben“: Sie besagt, dass die Geschicke der Insel eigentlich von einer Art Rat aus dem Hintergrund gelenkt werden. Wer Mitglied dieser elitären Runde ist, weiß niemand. Aber immer mal wieder taucht jemand auf, der jemanden kennt, dessen Schwager weiß, wer die „Sylter Sieben“ sind. Und es geht skurril weiter: Wussten Sie, dass der Porsche Cayenne von dem Autohersteller um ein paar Zentimeter schmaler gemacht wurde, nachdem bekannt wurde, dass er nicht auf den Doppelstockwagen des Autozugs passt? Völlig unmöglich scheint das nicht, bei der Dichte dieses Autotyps auf der Insel. Einige der Geschichten klingen allerdings auch so wahr, dass man überrascht ist, dass sie nicht stimmen: So hält sich seit Jahren das Gerücht, Brigitte Bardot hätte sich auf Sylt kalte Füße geholt. Allerdings liegt hier der Wahrheitsgehalt bei: Null! Gunter Sachs war zwar da, hat seine Herzallerliebste aber nie mitgebracht.

Tolle Stories, oder? Und jetzt sind Sie gefragt, lieber Leser. Wenn Sie die Entstehungsgeschichte einer dieser Sylter Legenden kennen – oder von einer wissen, die nicht dabei ist, mailen Sie mir gerne an jun@shz.de

 

 

 

 

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