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Sylter Rundschau

21. November 2017 | 14:48 Uhr

Osterzeit : Sylter Lämmer und Kaninchen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Überall auf der Insel sieht man derzeit Schafe mit ihren Lämmern – die Sylter Rundschau zeigt wo. Und Kaninchen fühlen sich ebenfalls sehr wohl auf Sylt.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Osterzeit ist Lämmerzeit. Und auch auf Sylt sind derzeit viele junge Schafe auf den Wiesen und Deichen. Auf dem Keitumer Gänsehof von Familie Petersen fühlen sich insgesamt rund 650 Schafe wohl. Unter ihnen auch zwische. Und sobald das Gras lang genug ist auf dem Morsumer Deich, kommen die Schafe auch wieder an die frische Luft, sagt der Schäfer John Ricklef Petersen. Auf dem Deich übernehmen die Tiere dann die Deichpflege – „mit ihren kleinen Hufen treten sie den Deichboden schön fest“, erklärt Petersen. Diese Arbeit könnten keine anderen Tiere so gut erledigen, sagt der Schäfer. Rinder beispielsweise seien viel zu schwer.

Petersen hatte in den vergangenen Jahren viel große Sorge um seine Herde, weil manche freilaufende Hunde sie auf dem Deich zu Tode hetzten. Obwohl Schilder an diversen Stellen darauf aufmerksam machen, dass Hunde auf dem Deich anzuleinen sind, ignorieren dies viele Hundehalter, weiß der Schäfer. „Es liegt ja nicht an den Hunden selbst, sondern an den Besitzern.“ Im vergangenen Jahr gab es glücklicherweise weniger Überfälle.

Die Lämmer von Jürgen und Maren Diedrichsen in List, die bereits geboren sind, sind noch in einer Scheune. Erst nach Ostern kommen die Neugeborenen in das Listland auf dem Ellenbogen. Insgesamt haben die Diedrichsens knapp 300 Schafe, die sich frei auf dem Ellenbogen bewegen.

 

Zwar eingezäunt auf einem kleineren Areal, aber mindestens genauso schön anzusehen, sind die fünf Mutterschafe und ihre 10 Lämmer am Ringweg in Tinnum. Die Tiere gehören Anke Kießling, die schon seitdem sie denken kann, Schafe besitzt. Die Freude an den Tieren habe sie von ihrem Vater, der auch schon immer eigene Schafe hatte.

Auf dem Tinnumer Deich können Spaziergänger auch freilaufende Schafe beobachten. Wer seinen Hund dabei hat, muss diesen nur anleinen.

 

Weiter im Osten der Insel hält Erk-Uwe Andersen seine Schafe, auf den Wiesen am Sylter Teekontor. Momentan tummeln sich dort 130 Mutterschafe mit mehr als 40 Lämmern. „Das werden aber jeden Tag mehr“, sagt Andersen, der darauf hofft, bis zu 100 Lämmer zu verkaufen. Seine Tiere bleiben aber nicht auf der Insel, sondern werden aufs Festland verkauft, erzählt er.

 

Zur Osterzeit gehören jedoch nicht nur Lämmer, sondern auch Hasen, beziehungsweise Kaninchen. Die Nager hoppeln jedoch nicht nur an Ostern umher. Kaninchen trifft man in voller Fülle, dass man annehmen kann, dass sie sich hier sehr wohl fühlen. Aber warum? Der Biologe Lothar Koch vermutet, dass drei Faktoren der Grund für die vielen Kaninchen sind. Erstens können sie in der weichen Dünenlandschaft sehr gut ihre Höhlen buddeln und sich dort verstecken. „Das ist auf allen Nordseeinseln der Fall“, so Koch. Außerdem gebe es hier weniger natürliche Feinde: „Es gibt zwar Füchse auf Sylt, aber immer noch weniger als auf dem Festland.“ Und wenn sich die eine Kaninchen-Population sehr schnell vergrößert in kurzer Zeit, haben die Tiere nicht die Möglichkeit, sich flächenmäßig mehr zu verteilen. Auch dies sei ein Grund dafür, dass es hier auf der Insel so viele Kaninchen gibt.

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