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Sylter Rundschau

17. Dezember 2017 | 09:25 Uhr

Sylter Heimatgefühl

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 13:29 Uhr

Die Sylter sterben langsam aus, darum sei die Identitätspflege einer Minderheit wie die der Insulaner wichtig: Claas-Erik Johannsen, zweiter Vorsitzender der Söl’ring Foriining, forderte in seiner Rede anlässlich des Piddersdai Tings im Heimatmuseum die Anwesenden dazu auf, sich „im Sinne Maikes“ auch 2014 für den Sylter Heimatverein zu engagieren. Immer wieder kam er auf die kürzlich verstorbene Vorsitzende Maike Ossenbrüggen zu sprechen. Jedes Mal legte sich eine lähmende Stille über die knapp 100 Gäste. „Sölring als eine der fünf Sprachen bei uns auf Sylt, das lag Maike sehr am Herzen“, so Johannsen. Er, der selbst kaum ein Wort Sölring spricht, versprach, im kommenden Winter mit Friesisch-Lehrerin Birgit Hussel zu pauken.

Johannsen warb eindringlich darum, die Gäste der Insel nicht vor den Kopf zu stoßen, mit Äußerungen wie er sie jüngst von einigen Schülern vernommen habe: Touris müssen weg. „Es muss ein Miteinander geben. Wir können nicht den Ast absägen, auf dem wir sitzen.“ Das hieße aber nicht, dass die Sylter nicht auch Dinge einfordern sollen, die ihnen wichtig sind. „Wir alle spüren eine Verbundenheit zu unserer Heimat, zu unserer Geschichte.“ Man müsse sich als Sylter wahrlich nicht verstecken. Vielmehr habe jeder die Verantwortung dafür, dieses Gefühl, dieses Wissen, weiterzugeben.


Auf dem Foto zu sehen sind die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Ingwersen (l.) und Claas-Erik Johannsen.

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