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Sylter Bürgermeister wollen Fluggastabgabe vermeiden

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Sylt | Kann die im Februar von der Gemeinde Sylt beschlossene Fluggastabgabe doch noch verhindert werden? In ihrer turnusmäßigen Sitzung am Mittwoch teilten die Bürgermeister der fünf Inselgemeinden die Sorge von Flughafenchef Peter Douven, dass die Sonderabgabe von fünf Euro pro Passagier und Flug für die Insel unabsehbare Auswirkungen haben könnte und unbedingt zu vermeiden sei.

Laut einer Pressemitteilung der Gemeinde Sylt signalisierten die Bürgermeister der vier Amtsgemeinden Gesprächsbereitschaft hinsichtlich der "Optimierung der Flughafenfinanzierung". Mit anderen Worten: Die Gemeinden sind offenbar bereit, die von Douven seit längerem geforderte "gerechtere Lastenverteilung" des kommunalen Verkehrsflughafens zu akzeptieren.

Bislang trägt die Gemeinde Sylt den Löwenanteil des Flughafen-Defizits von zuletzt rund 860 000 Euro im Jahr, das künftig durch die umstrittene Abgabe gedeckt werden soll.

Peter Douven hatte den Bürgermeistern deutlich gemacht, dass Air Berlin und Lufthansa auf Grund der angekündigten Fluggastgebühr für 2014 bereits Flugverbindungen gestrichen haben und über weitere Streichungen nachdenken würden. Die Bürgermeister fürchten daher gravierende touristische Nachteile. "In Anbetracht des immer härteren touristischen Wettbewerbs und kürzerer Aufenthalte der Urlauber wird der Zeitfaktor für An- und Abreise immer entscheidungsrelevanter. Die mehrjährigen Bauarbeiten an der A7 werden die Reisezeiten und damit die Urlaubsentscheidungen zusätzlich belasten. Daher wird der Flughafen als wichtige Verkehrsinfrastruktur für den Tourismus der Insel Sylt gesehen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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