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Sylter Werkstätten : Sylter Ausstellung gegen Plastikmüll im Meer

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Eine besondere Ausstellung in den Sylter Werkstätten möchte die Besucher zum Umdenken aufrufen.

Am Montag, 2. November beginnt in den Räumen der Sylter Werkstätten sowie im Westerländer Rathaus eine Ausstellung, die mehr zeigen will als nur Bilder. Sie will einen Beitrag dazu leisten, umzudenken und das eigene Handeln in Sachen Müllproduktion zu hinterfragen. Sie soll Anstoß geben, „global zu denken und lokal zu handeln“, so Mitorganisatorin Monia Herting.

Angefangen hat alles mit einem Fotokurs in den Schleswiger Werkstätten. Hier machten sich Anfang des Jahres Menschen mit und ohne Behinderung auf die Suche nach landschaftlich reizvollen Motiven am Strand und stolperten dabei immer wieder über Plastikmüll im Sand. Sie dokumentierten ihre Funde und stellten die so entstandenen Fotos öffentlich aus. Zu dieser Ausstellung machte sich auch eine Gruppe der Sylter Werkstätten auf, denn Werkstattleiter Michael Pade beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Thema Müllvermeidung. „Wir versuchen an allen Stellen den Abfall zu reduzieren, insbesondere was Plastikmüll angeht“, berichtet Michael Pade, dem Plastikflaschen und Einweggeschirr ein ständiger Dorn im Auge sind. „Wenn man sich erst einmal bewusst gemacht hat, welche massiven Auswirkungen das Verpackungsmaterial auf unsere Umwelt, insbesondere auf unsere Meere und die dort lebenden Tiere hat, dann sollte man darüber nachdenken, welche Rolle wir Menschen dabei spielen und wir wir es besser machen können.“

Die Ausstellung seiner Kollegen aus Schleswig ist dabei nur ein Teil des Umwelt-Puzzles, das die Arbeitsgruppe zusammensetzten möchte. Unter dem Titel „Heimatliebe Sylt - Plastikinsel Nein Danke“ bildet die Ausstellung lediglich den Auftakt zu vielen verschiedenen Aktionen, die in Planung sind. Gemeinsam mit den Partnern, zu denen unter anderen auch die Gemeinde Sylt mit Bürgermeister Nikolas Häckel und die Naturschutzgemeinschaft Sylt mit Margit Ludwig gehören, werden in den nächsten Wochen und Monaten verschiedene Projekte und Aktionen ins Leben gerufen, die aufmerksam und sensibel machen sollen. „Wir haben so einige Ideen, die wir gerne in die Tat umsetzten möchten, wie zum Beispiel eine Reparaturbörse für Altgeräte, die nicht immer gleich weggeworfen werden müssen. Wir planen eine Aktion mit einer transparenten Plastik-Mülltonne, die als wachsende Skulptur vor dem Rathaus ausgestellt wird und bewusst macht, wie viel Müll in einem Privathaushalt in einem Monat anfällt und wir arbeiten an einer Mehrweg-Tragetasche, die wir in der Fußgängerzone gegen Plastiktüten austauschen werden“, so Monia Herting. Gemeinsam mit den Projektpartnern hat das Anti-Plastik-Team noch viel vor und ist offen für neue Initiativen und öffentliche Beteiligung. „Jeder, der eine gute Idee hat, ist uns willkommen. Wir möchten allerdings nicht den Zeigefinger erheben, sondern mit Spaß bei der Sache sein und einfach aus Überzeugung handeln.“

Am Ende der groß angelegten Aktion soll im April nächsten Jahres eine „Müll-Fete“ im Rathaus stattfinden, die neben möglichst wenig Abfall vor allem eines produzieren soll: die Lust umzudenken und unsere Umwelt zu schützen.

Ausstellung vom 2. November bis 31. Dezember in den Sylter Werkstätten, Zum Fliegerhorst 33, Tinnum, Öffnungszeiten: Mo-Do: 9-15 Uhr und Fr bis 13 Uhr.

 

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erstellt am 02.Nov.2015 | 04:45 Uhr

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