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Inselarchiv Westerland : Sylter Archiv auf Sparflamme

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ab Donnerstag soll das Sylter Archiv ein Mal pro Woche öffnen. Wann die Einrichtung wieder voll öffnet, bleibt unklar.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2017 | 04:51 Uhr

Das Sylter Archiv hat wieder geöffnet. Zunächst allerdings nur an einem Tag der Woche, wie die Gemeinde Sylt am Freitag mitteilte. Ab Donnerstag, 9. Februar, soll demnach eine sogenannte Präsenzzeit eingerichtet werden – entsprechende Gespräche hätten bereits am Donnerstag stattgefunden. Wann die Dokumentensammlung im Obergeschoss der Alten Post gegenüber vom Rathaus wieder an mehreren Tagen pro Woche für Besucher zugänglich ist, bleibt weiter unklar.

„Wir haben eine Person gefunden, die uns während ihres Ruhestands unterstützt“, sagt Bürgermeister Nikolas Häckel. Dies sei nur durch die Bereitschaft der pensionierten Archivleiterin Barbara Hegenberger – die im März 2010 in den Ruhestand gegangen war – möglich gewesen, über die er sich „ausdrücklich sehr freue“.


Fünf Stunden pro Woche ist das Archiv offen


Früher sei diese Lösung nicht möglich gewesen, da Hegenberger sich erst jetzt dazu bereit erklärt hatte.

In wenigen Tagen können Sylter und Gäste das Archiv immer donnerstags zwischen zehn und zwölf sowie 14 bis 17 Uhr besuchen. Zudem können Kunden, die zu den angegebenen Zeiten nicht nach Westerland kommen können, telefonisch – unter 0151/ 15932095 – einen „Ausweichtermin“ vereinbaren, sagt Häckel.

Seit Frühsommer 2016 ist das Stadt- und Inselarchiv geschlossen, weil die Archivarin Andrea Jahn krank ist (wir berichteten). Die Stelle muss die Gemeinde weiter für Jahn frei halten, hieß es zuletzt im Dezember. Damit die Türen des Archivs bald wieder öffnen können, will die Gemeinde eine weitere – befristet angestellte – Fachkraft suchen.

Solange die Planstelle durch Jahn besetzt ist, kann kein permanenter Nachfolger für einen längeren Zeitraum gesucht werden. Die Einstellung einer kurzfristigen Krankheitsvertretung ist in diesem Fachbereich aufgrund der Fachlichkeit und Komplexität nicht möglich. Die Arbeit eines Archivars ist anspruchsvoll: Neben dem Sichern und Aufarbeiten der Bestände sorgen sie dafür, dass die Dokumente systematisch geordnet einzusehen sind.


Neue Stelle könnte bald ausgeschrieben werden


Sowohl Sylter als auch Menschen vom Festland, die im Archiv wissenschaftlich arbeiten wollen, spürten in den vergangenen Monaten die Auswirkungen der geschlossenen Türen. Wann das Archiv wieder an mehreren Tagen pro Woche öffnen kann, so wie vor der Schließung, ist weiter unklar. „Der Haushalt mit Stellenplan wird im Februar beschlossen“, sagte Häckel. Dann könne die Stelle ausgeschrieben sowie Bewerbungsgespräche geführt werden. Wann der erste Arbeitstag des neuen Archivars ist, sei dann abhängig von der Verfügbarkeit der entsprechenden Person.

Andrea Jahn leitet das Sylter Archiv seit 2011. Viele Jahre war die Berlinerin zuvor verantwortlich für den Bestand im Stadtmuseum in Berlin-Mitte. Über Hintergründe zu Art und Schwere ihrer Krankheit schweigen die Beteiligten

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