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Sylter Rundschau

12. Dezember 2017 | 19:27 Uhr

23. Dezember : Sylter Adventskalender

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Sylter Rundschau klopft an: Heute bei Pfarrer Dr. Ulrich Hoppe im katholischen Pfarrhaus in der Elisabethstraße 23.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Für das 23. Türchen unseres Sylter Adventskalenders hat sich das katholische Pfarrhaus in der Elisabethstraße 23 förmlich aufgedrängt. Von hier aus werden nicht nur die Geschicke der katholischen Gemeinde gelenkt, sondern hier lebt auch Pfarrer Dr. Ulrich Hoppe.

In seiner eigenen Wohnung hat er sich mit der Weihnachtsdekoration zurück gehalten – hier gibt es lediglich eine Kerze und einen Strohstern. Aber dafür steht Hoppe ja auch eine ganze Kirche mit großem Adventskranz und riesigem Weihnachtsbaum gleich nebenan zur Verfügung. „Die Kirche gehört ja zu meinem Lebensbereich“, erklärt Hoppe, „dorthin gehe ich mehrmals täglich zum Gebet.“ Auch wenn Ulrich Hoppe als katholischer Priester im Zölibat lebt, ist er in der Adventszeit keineswegs einsam. „Ich lebe mit der Gemeinde – und besonders mit den Menschen, die mich hier ehren- und hauptamtlich unterstützen, verbringe ich gerne gemütliche Abende.“ Für ihn ist die Zeit vor Weihnachten in erster Linie dazu da, „um sich auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten“.

Dabei hält er die Feiertage für besonders wichtig, um den schnelllebigen Alltag zu unterbrechen und Zeit zu haben, um darüber nachzudenken, „was es mit dem Licht aus der Höhe auf sich hat.“ Weihnachten verbringt Hoppe mit seiner Gemeinde – für die eigene Familie hat er da kaum Zeit. „Natürlich telefonieren wir. Und zwischen dem Kindergottesdienst und der Christmette bleibt mir genügend Zeit, um meine Weihnachtspost zu lesen. Die Menschen, die mir geschrieben haben, nehme ich dann im Geiste mit zur Krippe.“

Vorher kocht sich der aus Hameln stammende Geistliche aber das traditionelle Familiengericht: Schlesische Weißwurst mit Sauerkraut, Stampfkartoffeln und einem Glas Bier. Und nach dem Gottesdienst gibt es gerade am Heiligen Abend oft Menschen, die mit ihrem Pfarrer sprechen und sich trösten lassen wollen. „Gerade Menschen, die zum ersten Mal Weihnachten ohne einen geliebten Menschen feiern müssen, hängen in diesen Tagen oft durch und brauchen Trost“, erklärt er. Die Weihnachtstage verbringt Hoppe dann bei befreundeten Familien und bei den Ordensgemeinschaften auf der Insel. „Ich spüre dann durchaus eine familiäre Nähe. Nach acht Jahren hier auf Sylt hat sich ein fester Rhythmus eingependelt.“

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