Genehmigungspflicht : Sylter Adventsbuden: Das Ende der Nachsicht

Holzbuden wie  in der Friedrichstraße brauchen jetzt eine Genehmigung. Foto: Syltpicture
Holzbuden wie in der Friedrichstraße brauchen jetzt eine Genehmigung. Foto: Syltpicture

Mitten im Sommer diskutiert die Sylter Verwaltung über Glühwein und Bratwurst. Ab diesem Jahr muss jede Adventsbude ordentlich genehmigt werden.

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19. Juni 2013, 10:21 Uhr

Sylt | Während die Insel noch sehnsüchtig auf den Hochsommer wartet, richtet die Verwaltung der Gemeinde Sylt ihren Blick bereits wieder auf die kühle Jahreszeit. Der Grund ist die Sorge um die Sicherheit auf den weihnachtlichen Flaniermeilen: Da die Anzahl und die Größe von Adventsbuden in der Gemeinde Sylt und besonders in Westerland in den letzten Jahren stark zugenommen hat, muss ab diesem Jahr jede weihnachtliche Bude erst einmal ordentlich genehmigt werden, bevor sich Gäste hier mit Glühwein und Bratwurst wärmen können. "In den vergangenen Jahren haben wir den Weihnachtsmarktersatz über weite Strecken geduldet. Nun müssen wir aber gemeinsam mit dem Kreis auf den Brandschutz und die Bausicherheit pochen", sagte Peter Andresen vom Inselbauamt.
Im Rathaus erläuterten Vertreter von Ordnungs- und Inselbauamt nun, wie die Gewerbetreibenden auch in diesem Jahr zu ihrer Adventsbude kommen: "Wir haben alle rund 90 Gastronomen in der Gemeinde angeschrieben", berichtete Kerstin Hablick vom Ordnungsamt Sylt. Jeder der Angeschrieben soll so einen Infozettel mit den nötigen Bauantragsunterlagen für die Aufstellung der Bauten bekommen.

Adventsbuden sollen im Winter regelmäßig kontrolliert werden

Als genehmigungspflichtig gelten damit ab jetzt alle Adventsbuden in Form von An- und Vorbauten an Restaurants oder Terrassenüberdachungen - auch wenn diese nur zeitweilig aufgestellt und aus einer Holzkonstruktion bestehen. Der bürokratische Aufwand fällt für die meisten Gastronomen aber auch nur einmal an: Denn wird die Baugenehmigung erst erteilt, gilt diese jeweils für die Zeit vom Sonnabend vor dem ersten Advent bis zum 15. Januar und dann automatisch auch für die folgenden Jahre.
"Da die Bauanträge rund ein Vierteljahr Bearbeitungszeit benötigen, kann so jeder noch rechtzeitig seine Anträge einreichen", begründete Peter Andresen die jetzige Bekanntmachung. Die Adventsbuden sollen zudem im Winter regelmäßig kontrolliert werden, um auch den Nichtraucherschutz besser durchsetzen zu können.

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