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Sylter Rundschau

17. Dezember 2017 | 09:20 Uhr

Sylt wird voll – und das ist toll!

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

von
erstellt am 22.Mai.2014 | 18:11 Uhr

Haben wir kommende Woche Pfingsten? Oder doch Himmelfahrt? Ich komme ganz durch den Tüddel bei der Vielzahl an Feiertagen, die wir Schleswig-Holsteiner jährlich genießen dürfen. Gut, die meisten anderen Bundesländer haben gefühlt fünf Feiertage mehr, aber egal.. Jedenfalls kann ich mir aktuell nicht merken, wann was ist. Meine Schusseligkeit hat obendrein zur Folge, dass meine Sylter Freunde mittlerweile auch völlig verwirrt sind. „Aber du wolltest doch Pfingsten nach Sylt kommen!?“ „Ja, richtig. Nächste Woche Donnerstag komme ich.“ Vielleicht sollte ich einfach pauschal sämtliche Festtage auf Sylt verbringen. Das macht es für alle einfacher. Mein Chef wird mein Problem sicher verstehen.

Tatsache ist: wir haben nächste Woche einen Feiertag (es ist Himmelfahrt, verrät mein Kalender) und es wird voll auf der Insel. Und zwar auf Knopfdruck. Normalerweise ist der Ausdruck „voll“ ja eher negativ belegt. Er assoziiert Gedrängel, Wartezeiten und Schweiß. Aber für Feiertage auf Sylt ist „voll“ doch irgendwie mit „toll“ gleichzusetzen, oder? An Feiertagen war und ist Sylt eines der Top-Reiseziele. Und es gibt viele gute Gründe, sich auf eine volle Insel zu freuen. Zum einen wollen wir doch schlicht und ergreifend etwas zu gucken haben, stimmt’s? „Sieh mal da, das Pärchen in der Partnerlook-Jacke.“ Oder „Junge, Junge. Hast du gesehen, wie die Möwe der Dame das komplette Fischbrötchen aus der Hand geklaut hat.“ Ich könnte mich stundenlang in die Friedrichstrasse setzen und Leute beobachten. Und wenn Sie jetzt denken: „Wie soll man denn in den Cafés einen Platz bekommen, wenn es doch so voll ist“. Warten oder auf und ab laufen heißen die Zauberworte. Mal ernsthaft: das Glücksgefühl ist doch wohl unbeschreiblich, wenn man einen heiß begehrten Sitzplatz ergattert hat, oder?

Außerdem hat man auch viel mehr zu berichten, wenn es voll ist. „Wir waren in der Sansibar. Die haben den kompletten Steg hinunter gesessen. Und auf’m Parkplatz. Und auf’m Spielplatz. Wir haben es uns irgendwo im Sand gemütlich gemacht- und wir alle sind bedient worden. Das war ein echtes Erlebnis. Eine logistische Meisterleistung. Wahnsinn.“ Auch das Nachtleben macht eindeutig mehr Spaß, wenn viele Leute unterwegs sind. Es geht doch nichts über ne Warteschlange vorm Roten Kliff in Kampen. Das deutet an, dass der Club bereits gut gefüllt ist. Das wiederum verstärkt die Vorfreude und man verspürt nur noch ein einziges Verlangen: nämlich hinein zu kommen. Auch Tanzen im Classic Club macht doppelt soviel Spaß, wenn der Dancefloor gut gefüllt ist. Bei einem Kneipenbummel ist es ähnlich. Es muss eng, der Geräuschpegel muss hoch und die Luft muss stickig sein, dann macht’s in der Ständigen Vertretung, De Kök, Gosch-Kneipe und überall woanders am meisten Spaß.
An den Feiertagen wollen wir doch alle das eine: uns vergnügen und etwas erleben. Also seien wir ehrlich, eigentlich lieben wir es, wenn es an den Feiertagen voll ist auf Sylt. Heißt: von heute an gilt für Sylt ganz offiziell die neue Gleichung Voll=toll.

Jeden Sonnabend beschreibt Miriam Köthe exklusiv für die Sylter Rundschau, was ihr auf Sylt so auffällt und gefällt. Die Kieler Journalistin besucht mit ihrem Mann, dem R.SH-Morningman Carsten Köthe, in jeder freien Minute die Insel.


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