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Sylter Rundschau

18. Dezember 2017 | 08:17 Uhr

Sylt will Strom sparen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Sparmaßnahmen in der Gemeinde können Beispiel für private Haushalte sein

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Die Ausgaben für Energiekosten senken und den Finanzhaushalt entlasten: Wie die Gemeinde Sylt dieses Ziel erreichen kann und welche Potenziale erschlossen werden können, soll nun für knapp 40 öffentliche Gebäude untersucht werden. Am 16. Januar wurde von dem Büro Energie + Klimaschutz Jörg Wortmann der Fahrplan für dieses vom Bundesumweltministerium geförderte Klimaschutz-Teilkonzept vorgestellt.

Mithilfe des Kommunalen Liegenschafts-Managements (KLM) werden zunächst die Gebäudedaten wie Alter und bauliche Gegebenheiten aufgenommen. Mit den im zweiten Schritt zu ermittelnden Energieverbräuchen und den entsprechenden Energiekosten werden dann spezifische Werte ermittelt, die eine Einschätzung der Energieeffizienz ermöglichen. Ein Beispiel aus der Praxis: Verbraucht ein Gebäude 3 600 Liter Heizöl im Jahr bei einer Fläche von 120 Quadratmetern, so beträgt der spezifische Verbrauch rund 30 Liter pro Quadratmeter oder 300 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Ein vergleichbarer Neubau läge nur bei rund 50 Kilowattstunden. Diese schnelle Rechnung zeigt die Potenziale beim Energiesparen auf. Jeder kennt dies beim Vergleich des Spritverbrauchs von Autos.

Im nächsten Schritt werden die konkreten Maßnahmen zur Energieeinsparung wie Wärmedämmung, Fenstertausch, Verbesserung an der Heizungstechnik ermittelt und auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft. Da die Preise für Erdgas, Heizöl, Strom in den letzten Jahren kontinuierlich deutlich gestiegen sind, helfen Energieeinsparung und Effizienzmaßnahmen an den eigenen Gebäuden zunehmend auch die kommunalen Haushalte zu entlasten. So können öffentliche Gebäude auch zum Vorbild für private Hauseigentümer werden.

Der Klimaschutzmanager Günter Thomas beschreibt wie viel „Musik“ in den Zahlen liegt. Die knapp 40 Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 42 000 Quadratmetern belasten die öffentlichen Haushalte mit rund 700 000 Euro jährlich. Wenn hier nur die durch Nutzerverhalten und günstige Maßnahmen möglichen Verbesserungen erfolgen, könnten schon 15 bis 20 Prozent der jährlichen Kosten eingespart werden. Geld, das für so dringende Maßnahmen wie Wohnungsbau und umfassende Gebäudesanierung im bestand eingesetzt werden könnte.




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