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Fremdenverkehrsverein auf Sylt : Sylt-Tourismus im Spiegel der Zeit

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Fremdenverkehrsverein feiert am Mittwoch sein 65-jähriges Bestehen.

In einer Zeit als die Bundesrepublik noch nicht gegründet war, die D-Mark noch nicht eingeführt und Konrad Adenauer noch Kanzler war, rief der Westerländer Bürgermeister Andreas Nielsen zur Gründung eines Verkehrsvereins für Sylt auf.

Damals lagen Wirtschaft und Tourismus am Boden und so musste sich sein Grundgedanke – Sylt als Heilbad für die gebeutelte Bevölkerung zu etablieren – erst langsam in den Köpfen aller fest setzten. 1949 war es schließlich soweit: Mit 400 Mitgliedern wurde am 30. Januar der Fremdenverkehrsverein ins Leben gerufen, der gerade rechtzeitig zum Tourismus-Boom in den 60er Jahren zur vollen Form auflief. Die Erfolgsgeschichte des Vereins, der zeitweise bis zu 1 000 Mitglieder stark war, dauerte mehr als 30 Jahre an. „Zwischen 1960 und 2002 hat unser Dienstleister, die Fremdenverkehrszentrale (FVZ), über sieben Millionen Übernachtungen vermittelt“, erinnert sich der heutige Vorsitzende Hayo Feikes. „Die Gäste wurden am Bahnhof in unserem Pavillon in Empfang genommen, wo sie ihre Ferienunterkunft spontan, direkt und persönlich anmieten konnten.“

Doch 2003 geriet der Verein in den Sog der FVZ-Insolvenz und konnte nur mit Hilfe von Politik und Unternehmerverein gerettet werden. Obwohl der Fremdenverkehrsverein heute lediglich über 211 Mitglieder verfügt, ist sich Hayo Feikes sicher, dass sein Erhalt wichtig und richtig ist, denn „wir sind auch Dienstleiter für die kleinen, privaten Vermieter, die Sylt einst zu seiner Blüte verholfen haben, wir bieten rund 16 verschiedene Gästeführungen an und unterhalten den Verschönerungsausschuss, der ein waches Auge auf unsere Insel hat und darauf sind wir stolz.“

Das 65-jährige Bestehen begehen die Mitglieder am Mittwoch ab 18.30 Uhr mit einer Versammlung im Hotel Roth mit anschließender kleiner Feier – Gäste sind willkommen.

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erstellt am 05.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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