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Ice Bucket Challenge : Sylt stellt sich der Eiskübel-Challenge

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Eisige Spaß-Aktion: Zu Gunsten der ALS Association kippen sich immer mehr Sylter einen Kübel Eiswasser über den Kopf.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 05:45 Uhr

Mario Götze hat es getan, Stefan Kretzschmar, Matthias Schweighöfer und Olli Pocher auch. Selbst George W. Bush hat sich nass gemacht. Und während Angela Merkel sich weigert, sind viele Sylter ebenfalls dabei: bei der Ice Bucket Challenge. Björn Nielsen, Oskar Schnitzer, Johannes King oder auch Insel-Besucher Wladimir Kaminer, der heute Abend im Kulturhaus Sylt auftritt.

Die sogenannte Ice Bucket Challenge ist zu einer wahren Massenbewegung geworden und wird vor allem in den sozialen Medien wie Facebook gefeiert. Das Online-Lexikon Wikipedia führt zu der „Eiskübel-Herausforderung“ sogar einen Eintrag: Es handelt sich um eine Kampagne, die darin besteht, sich einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf zu gießen und mehrere Personen zu nominieren, die dann 24 Stunden Zeit haben, es einem gleich zu tun. Wer das nicht tut, soll 100 Euro an die ALS Association spenden. Die Challenge soll auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (siehe Infokasten) aufmerksam machen und Spendengelder für deren Erforschung und Bekämpfung generieren.

Die „Challenge“ schwappt aus den USA nach Deutschland. Sie geistert bereits seit einiger Zeit durchs Netz. Aber erst seit wenigen Wochen steigt ihr Bekanntheitsgrad rasant an – seit sie zur Spendenkampagne zu Gunsten der ALS Association wurde. Die Idee dazu soll von dem ehemaligen Baseball-Star Peter Frates stammen, der selbst an ALS erkrankt ist. Die ALS Association verzeichnet innerhalb kurzer Zeit mehr als 300 000 neue Spender.

Für Oskar Schnitzer war es völlig selbstverständlich, die Herausforderung anzunehmen: „So eine Aktion macht ja auch Spaß und sie hat einen riesigen Effekt. Dass es auch so viele junge Leute machen, finde ich toll. Ich selbst hatte vorher keine Ahnung von der Krankheit und hab mich aber mittlerweile informiert. Es ist gut, dass es die Challenge gibt.“ Der Chef vom Pony in Kampen will daher auch ordentlich Geld sammeln und spenden. Er ließ sich in seinem Club auf der Bühne nass machen. Björn Nielsen, Betreiber der Facebook-Seite „Gesucht Gefunden Sylt“ zog den heimischen Garten vor. Er sieht die Aktion ähnlich positiv, räumt allerdings ein, dass es leider bei vielen nur noch um den Spaß gehe und der Sinn für den Hintergrund verloren gegangen sei. „Es ist ja schon so eine Art Lemming-Effekt. Und momentan nervt es schon fast, aber ich denke, in ein paar Tagen ist das wieder vorbei.“

Zwei-Sterne-Koch Johannes King verpasste sich selbst im Garten eine richtige Eisdusche und Schriftsteller Wladimir Kaminer hat sich vor der Lister Strandsauna abgekühlt. Er nutzte die Aktion zeitgleich für ein politisches Statement und nominierte Putin sowie den neuen ukrainischen Präsidenten, Petro Poroschenko, für die Challenge. Frei nach dem Motto: Abkühlen für den Weltfrieden.

Egal, ob Promi oder Normalsterblicher – derzeit filmen sich zahlreiche Menschen dabei, wie sie sich einen Eimer Wasser über den Kopf kippen und stellen die Videos ins Netz. Nun sind Sie gefragt: Wir wollen von unseren Lesern wissen, was sie von der Ice Bucket Challenge halten. Eine Alberne Aktion von Promis oder eine gute Idee für ein ernstes Anliegen? Schreiben Sie uns an redaktion.sylt@shz.de.

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