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Westerland : Sylt: Neuer Glanz für die Seeburg

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das ehemalige Westerländer Hotel an der Friedrichstraße soll nach seinem Verkauf nach altem Vorbild aufgehübscht werden.

In den vergangenen Wochen wirkte das komplett mit Planen verhangene Haus Seeburg eher wie ein Kunstwerk von Christo als eines der prominentesten Gebäude des Westerländer Kurzentrums. Doch hinter den Planen soll sich Einiges tun – momentan wird das 1903 erbaute Backsteingebäude bis auf die Grundmauern entkernt. Sobald die Baugenehmigung vorliegt, soll das Haus auch von außen aufgehübscht werden.

Besitzer des Gebäudes ist seit April dieses Jahres Harry Mensing, Inhaber der gleichnamigen Galerien. Mensing plane, im unteren Teil seine beiden Westerländer Galerien zusammen zu führen, erläutert Reinhard Deventer, der für das Projekt als Bauherr fungiert. In den Räumen im Erdgeschoss, die mit vorgebauten Glasvitrinen deutlich lichter werden sollen als bisher, könne eventuell außerdem ein Gastronomiebetrieb einziehen. „Wie die knapp 400 Quadratmeter im Erdgeschoss genutzt werden, steht noch nicht endgültig fest“, so Bauherr Deventer.

In den oberen Geschossen sollen weiterhin zwölf Ferienappartements zu finden sein – „aber künftig mit hochwertiger Ausstattung und zeitgemäßem Flair.“ Den bisherigen Zustand des Gebäudes sehe er sowohl unter ästhetischen, als auch brandschutztechnischen Gesichtspunkten kritsch, erläutert der Innenarchitekt.

Unter anderem durch die geplanten Balkone vor den Appartements soll die Seeburg wieder so aussehen wie vor rund 100 Jahren. Damals wurde die Seeburg übrigens als Hotel genutzt und galt als eines der besten Häuser am Platze. Besitzer war unter anderem Gerhard Meyerhoff, Begründer der bekannten Sylter Gastronomen-Dynastie. Er arbeitete als Hausdiener in dem prominenten Gebäude und kaufte es 1905 seinem vor der Pleite stehenden Chef ab. Unter Meyerhoff bekam die Seeburg prominenten Besuch – unter anderem sollen sich Marlene Dietrich, Hans Albers und Max Schmeling an der Bar des Hauses getummelt haben. Bis 1976 blieb die Seeburg ein Hotel, danach stand sie fast 40 Jahre nicht zum Verkauf. Wenn alles nach Plan läuft, heißt es von Deventer, soll die neue Seeburg im Frühjahr kommenden Jahres in neuem alten Glanz erstrahlen.

 

 

 

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erstellt am 27.Aug.2014 | 05:30 Uhr

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