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Verein „Schutzengel“ : Sylt: Jörg Pilawa putzt Fenster bei Gosch

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ein Fernsehmoderator beim Fensterputzen: Vor den Augen vieler Fans steigt Jörg Pilawa auf die hohe Leiter und putzt die Fensterfront von „Gosch am Kliff“ – alles für den guten Zweck.

Sylt | „Toll, dass diese Aktion hier im Familienbad Wenningstedt stattfindet“, freute sich Wenningstedts Tourismuschef Henning Sievers beim Blick auf die begeisterte Menge, die sich am Dienstagmittag bei strahlendem Sonnenschein vor dem Restaurant „Gosch am Kliff“ eingefunden hatte. Gekommen waren einige Hundert Schaulustige, unter ihnen auch Wenningstedts Bürgermeisterin Katrin Fifeik, um Jörg Pilawa beim Fensterputzen zu erleben.

Mit der Aktion löste der ARD-Star-Moderator ein Versprechen ein, dass er bei einer Firmen-Gala in Flensburg gegeben hatte. Pilawa hatte im Rahmen der Veranstaltung den Fensterputzer Carsten Kuntzmann, genannnt „Der Lange“, von der Reinigungsfirma Beyersdorf kennen gelernt. Von ihm ließ er sich auf der Bühne das professionelle Putzen von Glasflächen zeigen, war begeistert und kündigte spontan an, dass er sich für einen guten Zweck als Fensterputzer versteigern lassen würde.

Der gute Zweck war mit dem Flensburger Verein „Schutzengel“ schnell gefunden und mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag eine Medienpartnerschaft geschlossen, die wirkungsvoll die Auktion bekannt gab. Mit dem Höchstgebot von 5000 Euro bekam Jürgen Gosch den Zuschlag. Gestern nun war der Tag gekommen, an dem Jörg Pilawa sich an den großen Glasflächen des Fischrestaurants beweisen musste.

Neu eingekleidet in das Outfit der Fensterputzer – und tatkräftig unterstützt vom „Langen“ – bestieg Pilawa unter den staunenden Augen seiner teilweise extra angereisten Fans („man, ist der sympathisch!“) eine gut drei Meter hohe Leiter, um über den Köpfen der begeisterten Menge und mit erstaunlichem Schwung die Glasflächen mit einem breiten Schwammwischer einzuseifen und den Schaum dann mit einem ebenfalls sehr breiten Gummi streifenfrei abzuziehen. „Das macht er super“, freute sich Jürgen Gosch. „Der kann gleich noch in der Küche wischen.“

Der prominente Moderator und der bekannte Sylter „Fischkönig“ kannten sich vor der Aktion nicht, waren sich aber offensichtlich gleich sympathisch. Einig waren sich die beiden vor allem im Bekenntnis zur Bedeutung von Familie und Kindern – und damit beim Sinn der ganzen Aktion, gehen doch die 5000 Euro, die Gosch für Pilawas Putzeinsatz zahlt, ohne jeden Abzug an „Schutzengel“.

Christiane Dethleffsen, „Schutzengel“-Gründerin und erste Vorsitzende des Vereins, richtete deshalb ihr „ganz dickes Dankeschön“ an Jürgen Gosch und freute sich, „riesig, dass wir heute Ihre Gäste sein dürfen. Ich bin auch bewegt, dass diese Aktion auf Sylt stattfindet und damit zeigt, dass man auf dieser Insel nicht nur eine Glitzerwelt erschaffen kann, sondern sich für Kinder und ihren Schutz engagiert.“

Freudig beklascht, vielfach angesprochen, um Autogramme gebeten, unentwegt mit Handykameras fotografiert und von zahlreichen, verschiedenden Medien beobachtet, schien Jörg Pilawa seinen Putzeinsatz zu genießen. Nach getaner Arbeit lud Gosch den erklärten Amrum-Fan Pilawa zu einem Imbiss ins Restaurant. „Sylt ist schon ein toller Ort“, bekannte er nach seinem fast vierstündigen Aufenthalt, „aber auf Amrum hab’ ich meine Ruhe“.

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erstellt am 23.Sep.2014 | 17:44 Uhr

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