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Projekt für mehr Heide : Sylt ist größtes Heidereservat im Land

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Rund 50 Prozent aller Heideflächen in Schleswig-Holstein finden sich auf Sylt - nicht genug findet die NSG und will Heidegras auch in Sylter Vorgärten bringen

Diese Zahl ist beeindruckend: Rund 50 Prozent aller Heideflächen Schleswig-Holsteins finden sich auf der Insel Sylt. Und nach dem Wunsch der Naturschutzgemeinschaft (NSG) Sylt dürften es gerne sogar noch ein paar Prozent mehr werden – mit der Aktion „Heide in die Gärten“ möchten die Naturschützer Sylter Hausbesitzer animieren, dieser inseltypischen Pflanzenart mehr Raum zu schenken. Ein Projekt, das bereits im Vorfeld Anerkennung fand: Stolze 9 500 Euro spendierte die „Bingo-Umweltlotterie“ des NDR.

„Die Umsetzung des von unserem Vorsitzenden Dr. Roland Klockenhoff initiierten Vorhabens kann jetzt dank der großzügigen „Bingo“-Spende und des Engagements zweier Praktikantinnen konkret beginnen“, freut sich NSG-Geschäftsführerin Margit Ludwig-Schweikert. Insbesondere die Besitzer von Gärten in Kampen und Wenningstedt („Wir führen auch schon mit beiden Gemeinden Gespräche“) sollen sich dabei angesprochen fühlen.

Eine Kartierung, die von der NSG-Praktikantin Theresa Warnk in Kampen vorgenommen wurde, ergab ein beachtliches Ergebnis: Demnach machen die Heideflächen in privaten Gärten sowie öffentlichen Bereichen etwa 25 Prozent des gesamten Ortsbereichs aus. „Die Wertschätzung für die Heide ist offenkundig da – eine gute Grundlage“, befindet Margit Ludwig-Schweikert.

Warum mehr Heide auf Sylt? „Diese Pflanze ist so wichtig für eine artenreiche Natur, bietet sie doch auch zahlreichen anderen Pflanzen und Tieren Lebensraum“, unterstreicht Vivien Riener, die die Arbeit ihrer Vorgängerin Theresa Warnk nun zuende führt. Eine wichtige Stütze soll dabei eine informative Broschüre sein, die von der NSG ab Sommer an alle Interessenten verteilen wird.

Auch die Sylter Gartenbaubetriebe werden angesprochen, bei Auftraggebern doch bitte vermehrt für das Pflanzen von Heide zu werben. „Wir hätten nichts dagegen, wenn im Gegenzug andere Arten wie der Felsenbaum oder die Späte Traubenkirsche reduziert würden, da sie aus einigen Gärten heraus stark in die Naturschutzgebiete hinein wuchern“, betont Margit Ludwig-Schweikert.

Da frisch gepflanzte Heide einige Jahre braucht, um sich zu entfalten, hat sich die Naturschutzgemeinschaft Sylt auch schon anderweitig Gedanken gemacht: „Um die zunächst recht kahlen Flächen zu überdecken, können Hausbesitzer bei uns ab Sommer Saatgut mit heimischen Gräsern und Blumen erwerben.“ Ebenso ist geplant, Grundbesitzern anhand eines Mustergartens die leichte Pflege von Heide zu demonstrieren.

 

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