Radio auf Sylt : Sylt hört am liebsten R.SH

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R.SH-Moderator Carsten Köthe sendet aus seinem Studio in Westerland auf Sylt
R.SH-Moderator Carsten Köthe sendet aus seinem Studio in Westerland auf Sylt

Spitzenposition als meistgehörtes Radioprogramm in Schleswig-Holstein verteidigt. Carsten Köthe spricht über Insel-Besonderheiten.

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11. Juli 2019, 14:42 Uhr

Westerland/Kiel | Der Privatsender R.SH hat seine Spitzenposition als meistgehörtes Radioprogramm in Schleswig-Holstein erneut verteidigt. Er kommt aktuell auf einen Marktanteil von 27,7 Prozent gegenüber 26,3 Prozent in der März-Auswertung, wie die am Mittwoch veröffentlichte Media-Analyse (MA) für Rundfunksender ergab. Auf den weiteren Plätzen folgen die öffentlich-rechtlichen Programme NDR 1 Welle Nord mit 16,2 Prozent nach zuvor 18 Prozent sowie NDR 2 mit stabil 14,5 Prozent – zuvor 14,6 Prozent. Die übrigen Radiosender erreichen in Schleswig-Holstein lediglich einstellige Marktanteile.

Ein Hörfunk-Riese zwischen den Sylter Riesen: Carsten Köthe.
Magulski
Ein Hörfunk-Riese zwischen den Sylter Riesen: Carsten Köthe.
 

Die Prozentwerte sagen aus, wie groß der Anteil der Hördauer eines Programms an der Hördauer aller Sender ist. Die privaten Sender haben in Schleswig-Holstein insgesamt an Bedeutung gewonnen und steigerten ihren Marktanteil von 46,6 auf 50,3 Prozent. Alle Programme des öffentlich-rechtlichen Norddeutschen Rundfunks (NDR) kommen auf 45,1 Prozent Marktanteil nach 47,6 Prozent zuvor. Für die Sender sind diese Media-Zahlen wichtig, weil davon unter anderem die Preise für Werbespots abhängen. Für werbefreie ARD-Wellen geben sie Hinweise für ihre Akzeptanz bei der Hörerschaft.


„Ich freue mich über das super Ergebnis!“

MA-Zahlen müsse man sich ein wenig vorstellen wie Zeugnisse, erklärt Carsten Köthe gegenüber der Sylter Rundschau. Zweimal im Jahr bekomme man Noten von den Hörerinnen und Hörern, die einem sagen, ob sie das Programm gut fänden. „Ich freue mich vor allem für die vielen jungen Kolleginnen und Kollegen im Kieler Funkhaus, die mit ganz viel Eifer dabei sind. Alle geben sich jeden Tag große Mühe, ein tolles Programm auf die Beine zu stellen und es ist klasse, wenn das dann auch belohnt wird“, so der R.SH auf Sylt-Moderator. „Dass meine Frau Miri und ich von Sylt aus einen kleinen Beitrag zu diesem super Ergebnis beisteuern konnten, macht es natürlich noch schöner.“

Miriam und Carsten Köthe an der Westerländer Promenade.
privat
Miriam und Carsten Köthe an der Westerländer Promenade.

Doch Carsten Köthe ergänzt schmunzelnd: „Auf Sylt brauche ich eigentlich gar keine MA-Zahlen. Hier weiß ich auch so, dass das Programm gerne gehört wird. Wenn zum Beispiel in ganz vielen Geschäften R.SH läuft oder ich in der Friedrichstraße alle paar Meter angesprochen werde, so nach Motto: ‚Wir haben das vorhin bei dir gehört …‘ Das ist das schönste Feedback, das man bekommen kann.“

„Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Radiozentrum haben, zumindest soweit ich das gehört habe, ganz ordentlich gefeiert. Miri und ich haben es leider nicht rechtzeitig nach Kiel geschafft und aus der Ferne mit allen auf den Erfolg angestoßen.“

Auf die Frage, warum das R.SH-Programm so erfolgreich ist, antwortet Carsten Köthe:

Da kann ich aktuell ja nur für meine Frau Miri und mich und unsere Sylt-Sendung sprechen: Ich glaube, dass die Menschen spüren, dass wir wirklich mit ganz großer Freude dabei sind und dass R.SH auf Sylt eine Herzensangelegenheit ist. Carsten Köthe
 

Das Kieler Radiozentrum läge in einem einsamen Gewerbegebiet, so der R.SH-Anchorman weiter: „Hier auf Sylt jedoch sende ich mitten aus der City Westerland, wo alle paar Minuten die Tür aufgeht und jemand etwas fragt oder eine Geschichte loswerden will. Mehr Nähe geht gar nicht. Auf Sylt darf ich natürlich auch mal etwas kleinere Geschichten groß ankündigen. Wenn die Feuerwehr ein Dorffest ausrichtet, kommt irgendein Kamerad immer vorher zu mir ins Studio, um von den Vorbereitungen zu berichten. Das ist Radio, wie ich es sehr mag.“

R.SH auf Sylt ist auf der Insel über UKW (102.8 MHz) zu hören, aber überall auch mit der kostenlosen R.SH-App. „Die Streamzahlen steigen kontinuierlich“, freut sich Carsten Köthe. „Es scheint, als ob ganz viele Urlauber die Insel mit meiner Sendung zu sich nach Hause holen – und so soll das ja auch sein. “
 

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