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Insel-Marketing : Sylt hat eine Vision - und ein Leitbild

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Insel soll die Top-Destination in Europa werden / Ein Markenleitbild will dazu die strategisch notwendigen Schritte liefern

Wenn es um die Frage geht, was Sylt braucht und was nicht, welche Entwicklungen gewünscht und welche dringend gestoppt werden sollten, dann hört man einen vielstimmigen Chor, in dem nicht nur Insulaner mitsingen. Je nach Interessenslage, eigenen politischen oder gesellschaftlichen Vorstellungen werden unterschiedliche bis krass gegensätzliche Stimmen laut. Wohin es führt, wenn jeder seine eigene Tonart durchsetzen will, zeigen die Fehlentwicklungen in vielen Lebensbereichen, die die Insel immer wieder hinnehmen musste. Fehler, die sich nicht zuletzt als monströse Bauten für unabsehbare Zeit manifestiert haben.

Die Bemühungen, die Insel auf eine gemeinsame Entwicklungslinie, gemeinsame Werte und Vorstellungen zu einen, laufen seit vielen Jahren. Bereits 2003 verabschiedete die Sylt Marketing GmbH (SMG) in einem Workshop ein Markenleitbild. Auch die Sylter Politik und Verwaltung sahen die Notwendigkeit für ein Leitbild, „das mit Politik, Bürgern und insularen Institutionen erarbeitet werden soll“, zitierte die Sylter Rundschau im Sommer 2013 die damalige Sylter Bürgermeisterin Petra Reiber. Musste aber in dem selben Artikel feststellen, dass sich die Politik nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen konnte, wie und von wem ein solches Leitbild erstellt werden sollte.

Aktuell legt jetzt die SMG im Rahmen ihrer Marketingstrategien das bereits 2003 entwickelte, „aber nun entsprechend angepasste Markenleitbild für Sylt“ vor. Überarbeitet wurde es von dem aktuellen Strategiekreis der SMG, der sich aus Vertretern des Sylter Tourismus und des Handels zusammensetzt. Hervorgegangen ist dieser Kreis aus dem 2015 gegründeten Aktionskreis „Sylt – 2030“, dem es gelungen war, inselweit Vertreter und Institutionen aus den Bereichen Tourismus und Handel zu gewinnen, um zukünftig die SMG und ihre Marketingmöglichkeiten zu stärken und zu unterstützen. Auch die politischen Vertreter in den Gemeinden konnten von der Notwendigkeit dieser Stärkung, die auch eine deutliche Aufstockung der finanziellen Mittel bedeutet, überzeugt werden.

Der Strategiekreis agiert also auf einer Plattform, die sich aus der Erkenntnis gebildet hat, dass Sylt nur mit einer gemeinsamen Marketingstrategie und einem gemeinsamen Leitbild zukunftsfähig ist. Wie die Vorgaben dieses Leitbildes in den einzelnen Unternehmen und Gemeinden umgesetzt werden, welche Konsequenzen es hat, für die Politik der Insel oder etwa den Natur- und Küstenschutz, die Veranstalter, die Hotellerie und Gastronomie, für Investoren oder den Einzelhandel, schreibt das Leitbild nicht vor. Es gibt aber zum Beispiel die Vision und die Werte sowie weitere Ebenen vor, die zukünftig als Richtschnur des Handelns gelten sollten.

Zur Veranschaulichung ist das Leitbild aufgebaut wie eine Pyramide mit mehreren Ebenen, die aufeinander aufbauen. Getragen wird sie auf einer Grundfläche, die Kommunikation heißt, sich über Ebenen wie Fähigkeiten, Werte, Identität und Mission weiter zuspitzen und schließlich in der Spitze auf die Vision zulaufen. Diese Vision heißt: „Top-Destination in Europa zu werden, die natürlichen und exklusiven Lifestyle vereint“. Sylt ist bereits eine starke Marke, die bundesweit höchste Bekanntheit erreicht hat. „Wir setzen auf die Kraft der Marke und des Marketings“, heißt es in dem Markenleitbild-Papier der SMG. Schließlich geht es darum, „eine wettbewerbsüberlegene Alleinstellung“ dort zu halten, wo sie schon erreicht ist und da zu gewinnen, wo die Insel noch bekannt werden muss. Dann, so das Papier, wird ein „Maximum an wirtschaftlicher Sicherheit“ möglich und die Rahmenbedingungen geschaffen für „eine generationsübergreifende Absicherung der Insel Sylt“.

 


www.sylt.de/business.html

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erstellt am 10.Jun.2017 | 05:38 Uhr

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