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Sommerhitze : Sylt hat Durst: Wasserverkauf steigt

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Wasser hat Bier als Lieblings-Erfrischungsgetränk im Sommer abgelöst. Dahinter stecken die hohen Temperaturen und gutes Marketing. Versorgungsengpässe sind nicht zu befürchten.

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 10:23 Uhr

Rantum | Geschäftsführer Joachim Wussow und die Mitarbeiter der Sylt Quelle ächzen momentan unter einer Doppelbelastung: Zeitgleich zu dem engen Programm des Meerkabaretts, muss das Unternehmen auch sein Mineralwasser für den Verkauf abfüllen - während ab 20 Uhr Comedians wie Bernd Stelter oder Lisa Feller für ausverkauftes Haus sorgen, lauft tagsüber das Fließband. "Das Nebeneinander von Theater und Produktion ist für alle sehr anstrengend", gibt Wussow zu.
Die schweißtreibende Arbeit kann die gute Stimmung des Geschäftsführers jedoch nicht eintrüben - der Absatz stimmt, das Sommer-Geschäft läuft gut. "Die Insel ist voll und unser Absatz hat sich mehr als verdoppelt." Und nicht nur die Sylt-Quelle verkauft in diesen Tagen viel Mineralwasser: "Der Verbrauch von Wasser, besonders in den großen Gebinden, steigt mit den Temperaturen", weiß Getränkegroßhändler Raphael Ipsen. "Kaum wird es heiß geht der Absatz von alkoholischen Getränken in den Keller und dafür sind Erfrischungsgetränke sehr begehrt." Neben Wasser, würden besonders Fruchtsaftschorlen und alkoholfreies Bier über die Ladentische gehen. Auch in Sylt-Ost bei der Getränke Möller GmbH & Co. KG wird große Wasser-Nachfrage gemeldet. "Wasser wird am meisten verlangt - trotzdem braucht sich niemand Sorgen machen, dass er hier nichts mehr bekommt", berichtet Mitarbeiter Manfred Färber.

Eine Million Flaschen ist das Ziel

Wegen des großen Durstes auf der Insel, drohten der Sylt Quelle unlängst die Flaschen auszugehen. Um dem Engpass abzuwenden, orderte man daher ausreichend Nachschub: Und so stapeln sich auf dem Betriebsgelände der Sylt Quelle momentan 70 000 Flaschen in Kisten wie übergroße Legosteine. Die umfangreiche Lieferung bringt für das Unternehmen mit seiner überschaubaren Produktpalette - es werden zwei Marken vertrieben (Inselquelle und Sylt Quelle) - jetzt eine Neuerung mit sich. "Um die neuen Flaschen in Kästen stellen zu können, müssen wir uns von den alten bläulichen Flaschen trennen", erklärt Joachim Wussow die farbliche Umstellung. Nun werden zumindest die Flaschenfarben des Unternehmens wieder einheitlich sein. Bereits im letzten Jahr hatten die Firma den Flaschenpool der Marke "Sylt Quelle 0,75" komplett von bläulichen auf farblose Flaschen umgestellt.
Für die Absatzsteigerung seiner Produkte sieht Geschäftsführer Wussow nicht nur den Sommer als Ursache. Auch eine überarbeitete Marketingstrategie zahle sich heute aus. "Das neue Etikett und die gute Qualität der Inselquelle tragen zum jetzigen Erfolg bei. Die Rückmeldungen von den Kunden sind sehr positiv." Im vergangenen Jahr hatte das Rantumer Unternehmen die "Insequelle" als neue Marke vorgestellt. Mit der Produkteinführung war ein ehrgeiziges Ziel verbunden: Innerhalb eines Jahres wollte die Sylt Quelle eine Million Flaschen an den Mann zu bringen. Trotz des momentanen Verkaufshochs ist dieses Ziel noch nicht erreicht. "Es gibt noch Potenzial", sagt Joachim Wussow. Die absoluten Verkaufszahlen bleiben aber weiterhin ein Betriebsgeheimnis.

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