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C.P.-Hansen-Jugendpreis : Sturmreporter und Deichbau-Visionäre

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Bei der Verleihung der C.P.-Hansen-Jugendpreise wurden viele innovative Projekte zum Schutz der Insel vorgestellt. Modelle, Collagen und auch Videos - die Schüler ließen ihrer Kreativität freien Lauf.

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erstellt am 14.Apr.2014 | 06:00 Uhr

„Deichbau“ lautete das Motto des C.P.-Hansen-Jugendpreises 2014 und hätte aktueller nicht sein können. Ursprünglich angeregt durch das Bauvorhaben am Lister Mövenbergdeich erhielt die Thematik des Küstenschutzes auf der Insel durch die Orkane Christian und Xaver noch einmal besondere Brisanz. Eindrucksvoll bewiesen das zum Beispiel drei Gymnasiasten mit ihrem Video-Beitrag „Sturmszenario auf Sylt“. Reporterin Paula Smedt berichtet windzerzaust vor Ort live vom Deich, während ihre Kollegen Clemens Mauksch und Jakob Smedt nur mit Mühe Kamera und Mikrofon festhalten können. Belohnt wurde ihr Einsatz in der Kategorie „Nachrichten/TV-Reportage“ mit einem der Sonderpreise – denn unter den 37 Einsendungen von sieben Sylter Schulen und Kitas waren diesmal so viele herausragende Arbeiten, dass sich die Jury entschied, Extra-Auszeichnungen wie den Zukunftspreis oder den Kreativpreis zu vergeben.

Nach der Eröffnung im Saal des Schulzentrums und einem Vortrag des Vorstehers des Landschaftszweckverbandes Manfred Uekermann, nahmen alle Gewinner stolz ihre Urkunden entgegen, überreicht von den Kuratoriumsmitgliedern Maren Jessen und Peter Schnittgard. Darüber hinaus wurden „Flachgeschenke“, wie Schnittgard die Geldpreise augenzwinkernd nannte, an die Gewinnerschulen verteilt. Insgesamt 1200 Euro inklusive einer Spende der M.-T.-Buchholz-Stiftung füllen dort jetzt die Töpfe und können für neue Projekte eingesetzt werden.

Teamarbeit stand bei den meisten Einsendungen im Vordergrund: die Schüler bastelten Modelle, gestalteten Collagen, filmten, vertonten und schnitten Videoreportagen. Gleich mit zwei Preisen als „absolut unschlagbar“, so die Jury, ausgezeichnet wurde das Monopoly-ähnliche Spiel „Wettlauf gegen die Sturmflut“ der Norddörfer Schule. Gemeinsam mit Küstenschutz-Experte Jan Ketelsen vom LKN formulierten Kinder der 4. Klasse die Fragen und Antworten der Deichbaukarten, die Drittklässler dachten sich lustige Ereigniskarten aus und das detailreich gestaltete Modell auf dem Spielfeld entstand dann im Werkunterricht. Dem Auswahlkomitee gefiel besonders die Kreativität und spielerische Leichtigkeit, mit der Kindern wie Erwachsenen interessante Fakten über den Deichbau und vom Leben an der Nordseeküste vermittelt werden.

Spitzenreiter bei der Zahl der Einsendungen war das Primarhaus Morsum: zwölf Projekte kamen von dort und wurden mit einem Kreativpreis für den „Sturmtopf“ der Kita sowie dem ersten Preis in der Collagen-Kategorie für „Dik Dik Dik …“ ausgezeichnet.

Zum Abschluss präsentierte eine Schülergruppe des 12. Jahrgangs des Gymnasiums „Lewwer duad als Slaaw!“ – ein szenisches Spiel nach C.P.- Hansen, in dem so illustre Figuren wie der Rantumer Fischer Pidder Lüng, eine Fee als Stademhüterin, die Westerländer Jungs und dänische Fußknechte auftraten.

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