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Sylter Rundschau

11. Dezember 2017 | 07:31 Uhr

List : Strenger kündigt seinen Rückzug an

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Lists Bürgermeister Wolfgang Strenger hat angekündigt, sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen zu müssen.

von
erstellt am 20.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Nach acht Jahren als Lister Bürgermeister kündigte Wolfgang Strenger bei der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend seinen baldigen Rücktritt an: „Spätestens Ende 2014, oder früher, möchte ich das Bürgermeisteramt und mein Mandat als Gemeindevertreter zurückgeben“, sagte der 71–Jährige, dem diese Erklärung sichtlich nicht leicht fiel. Als „eigentlich einzigen“ Grund für diese Entscheidung gab Strenger gesundheitliche Gründe an: „Zwei Aufenthalte auf der Intensivstation waren für mich deutliche Signale, dass es jetzt nicht mehr geht“, sagte Strenger, „Gesundheit ist das größte Gut, das Gott uns geschenkt hat.“

Bis sich ein Nachfolger gefunden und eingearbeitet habe, werde er im Amt bleiben, so der FWG-Politiker weiter. Die Mehrheit in der Lister Gemeindevertretung hat die CDU – die somit auch vorschlagsberechtigt ist, wer zu Strengers Nachfolger werden soll. Der amtierende Bürgermeister selbst könnte sich da schon jemanden vorstellen: „Ich würde die Aufgabe gern Ronald in die Hände geben, ich weiß, dass er das könnte.“ Ronald Benck ist während Sprengers Amtszeit stellvertretender Bürgermeister gewesen – und noch nicht sicher, ob er diese Aufgabe wirklich annehmen will. „Ich muss das jetzt erst einmal sacken lassen und familiär und betrieblich durchsprechen“, so Benck. Im Gegensatz zum pensionierten Architekten Strenger, der täglich acht Stunden ehrenamtlich im Dienste der Gemeinde arbeite, stehe er als Inhaber des Bekleidungsgeschäfts Paradise Sylt noch voll im Berufsleben und könne einen Job als Vollzeitbürgermeister nicht zusätzlich leisten. Seine Zusammenarbeit mit Strenger kann er nicht genug loben: „Die ist perfekt.“

Strenger selbst gehörte der Lister Gemeindevertretung seit 1998 an und wurde 2005 als Nachfolger von Bürgermeister Joachim Schweitzer (CDU) gewählt, der die kaufmännische Leitung des Kommunalen Liegenschafts-Managements der Stadt Westerland übernahm. Zum Jahresbeginn 2006 trat Strenger sein Amt an. Als vorrangige Ziele nannte er damals, sich verstärkt dem Küstenschutz anzunehmen sowie den Hotel-Neubau und das Erlebniszentrum weiterhin positiv zu begleiten.

Über die Entwicklung des Erlebniszentrums freut er sich heute noch, außerdem darüber, dass „sein“ Projekt, die Sanierung des Mövenbergdeichs im kommenden Jahr fertig werden soll. Viel zu tun gibt es für ihn und für seinen Nachfolger trotzdem noch: Die Fahrbereitschaft umwandeln, sich um die Gestaltung der Hafenstraße kümmern, mit dem Bau von Dauerwohnraum voran kommen... Projekte, die auch Strenger noch mit ins Rollen bringen will: „So lange ich noch im Amt bin, will ich noch richtig durchpowern.“

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