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Streiks bei Lufthansa und Bahn – Sylt betroffen?

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 19:03 Uhr

Ein Warnstreik bei der Bahn legte am Montagabend einen Teil des Fern-, Regional- und Güterverkehrs lahm. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) droht mit weiteren Aktionen. Sylt sei bislang vom Streik allerdings nicht betroffen, sagt Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Deutschen Bahn. Sich auf einen solchen Fall vorzubereiten, sei ohnehin eigentlich nicht möglich, da die Streiks erst kurzfristig angekündigt werden würden. Die Auswirkungen für die Insel wären groß, „sollte ein Autozug bestreikt werden und in Klanxbüll für drei Stunden stehen, wäre Stillstand“, so Meyer-Lovis.

Von Seiten der GDL war man gestern zurückhaltend. „Jetzt ist die Bahn am Zug. Wenn da kein vernünftiges Angebot kommt, wird es weitere Aktionen geben“, sagte GDL-Sprecherin Gerda Seibert. Sollte es zu weiteren Streiks kommen, würden sie einige Stunden vorher angekündigt – und auch Sylt könnte rein theoretisch betroffen sein. „Sobald die Deutsche Bahn auf einer Strecke fährt, besteht die Möglichkeit, dass dort gestreikt wird“, erklärte Gerda Seibert. Der Sylt Shuttle bilde da keine Ausnahme. Man sei sich bewusst, dass dann der gesamte Inselverkehr zum Erliegen kommen könnte, allerdings werde ja immer nur für zwei oder drei Stunden gestreikt.

Auch im Tarifkonflikt bei der Lufthansa müssen Reisende im Moment jederzeit mit Streiks rechnen, erklärte Jörg Handwerg, Sprecher der Vereinigung Cockpit. Wo und wie die Arbeit niedergelegt wird, wird am Vortag bekannt gegeben. Für den Sylter Flughafen dürfte Entwarnung gelten, da hier die CityLine der Lufthansa fliegt. „Die Kollegen werden nicht zum Streik aufgefordert, da sie nicht im Tarifvertrag sind“, sagte Jörg Handwerg.

Flughafen-Chef Peter Douven betont, dass selbst wenn Lufthansa-Flüge nach Sylt betroffen wären, das mit Air Berlin- Flügen kompensiert werden könnte. Direkt sei der Sylter Flughafen noch nicht von einem Streik betroffen gewesen. „Es hat aber indirekt Auswirkungen gegeben, zum Beispiel im Rahmen des Fluglotsenstreiks. Verzögerungen an unseren Zubringerflughäfen merken wir hier auch“, so Peter Douven. Vorbereiten könne man sich darauf nicht, nur versuchen, die Kunden über Züge umzuleiten. „Gerade am Wochenende kommt zu Tage, dass wir eine kritische Anbindung haben.“

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