Westerländer Fußgängerzone : Straßenhändler müssen nun zahlen

Straßenkünstler wie Felix Meyer und seine Band werden von den Passanten gut angenommen.
Foto:
Straßenkünstler wie Felix Meyer und seine Band werden von den Passanten gut angenommen.

Auch wenn Straßenhändler auf Sylt generell gern gesehen sind, müssen sie künftig eine Gebühr bezahlen, bevor sie in der Fußgängerzone stehen dürfen.

von
28. Juni 2014, 06:00 Uhr

Sie sorgen für Unterhaltung – und manchmal auch dafür, dass es in der Fußgängerzone enger wird: Straßenkünstler und fliegende Händler. Während Musiker wie die Band von Felix Meyer (Foto), die in den vergangenen Tagen in der Friedrichstraße für Stimmung sorgte, ohnehin nicht verboten werden können, wird in der Gemeinde Sylt über die Straßenhändler immer wieder diskutiert.

Während einige Geschäftsleute der Ansicht sind, es würden sich zu viele Händler gerade auf der Fläche vor der Sylter Bank drängen (wir berichteten), sahen die Mitglieder des Hauptausschusses das Ganze tendenziell entspannt.

„Aktuell sehe ich da immer nur einen Händler“, sagte Kay Abeling (CDU), „und den Maler, der seine Aquarelle verkauft. Da kann kein Mensch etwas dagegen haben – ich sehe das als belebendes Element.“ Auch der Sylter Dehoga hatte in einer Stellungnahme deutlich gemacht, dass Gastronomen und Hoteliers kein Problem mit diesem zusätzliche Kauf- und Unterhaltungsangebot haben. Trotzdem empfahl das Ordnungsamt den Politikern, von den Händlern zukünftig eine Gebühr für ihre Plätze in der Fußgängerzone zu verlangen und noch neue Flächen für sie zu beschließen, damit sie sich besser verteilen können.

Bisher mussten die Händler nichts zahlen – laut Ordnungsamt werden es aber immer mehr, wodurch auch die Anzahl der Beschwerden steigen.

Diesem Ansinnen kamen die Ausschussmitglieder nach und beschlossen, dass die Händler künftig für zwei Quadratmeter Standfläche acht Euro pro Woche zahlen müssen. Ein Straßenhändler ohne Verkaufsstand muss für jeden angefangenen Monat 16,50 Euro Gebühren zahlen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen