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Schlaglöcher auf Sylt : Straßen sollen saniert werden

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Bauausschuss der Gemeinde Sylt stimmt für Straßensanierungen in Keitum, Morsum und Westerland.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 05:16 Uhr

„Die Straßen sind in einem solch schlechtem Zustand, dass wir sie bald schließen müssen.“ Mit diesen dramatischen Worten verwies Tiefbauamtsleiter Rainer Brudnitzki auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses auf den Zustand der Dr-Ross-Straße in Westerland, des Ingiwais in Keitum und der Straße Gurtmuasem in Morsum hin. Aufgrund der angespannten Haushaltslage der Gemeinde Sylt hatte die Politik eigentlich entschieden, für die Sanierungsarbeiten kein Geld in den Haushalt 2015 einzustellen. Brudnitzki bat darum, diese Haltung zu überdenken. Insgesamt würden die Baumaßnahmen fast dreieinhalb Millionen Euro kosten. Gut eine Millionen würden dabei auf die Gemeinde fallen, den Rest würden die Anwohner durch die Ausbaubeiträge beisteuern müssen. Damit die Gemeinde das trotz leerer Kassen schnell zu Werke schreiten kann, lautete der Vorschlag des Bauamts, 75 Prozent der Ausbaubeiträge als Vorauszahlungen einzufordern. Ursula Lunk-Lorek (SWG) unterstützte dieses Ansinnen: Es sei dermaßen schlimm, die Dr-Ross-Straße entlang zu fahren, auch als Radfahrer, dass man es geradezu als gefährlich bezeichnen könnte.

„Der Finanzausschuss hat die Maßnahmen nicht zum Spaß gestrichen“, sagte Gerd Nielsen (SPD). Wenn allerdings sicher sei, dass die Ausbaubeiträge in diesem Jahr in die Kassen kämen, sehe die Situation anders aus. Wenn die Gemeinde sich aber dazu entschließe, das Geld per Vorkasse einzufordern, müsse sichergestellt sein, dass die Baumaßnahmen dann schnell und zügig umgesetzt werden.

Christian Thiessen (Piraten) hielt eine Vorauszahlung von 75 Prozent zunächst für zu hoch. Joachim Schweitzer vom Bauamt wies darauf hin, dass die Gemeinde theoretisch eine Vorauszahlung von bis zu 90 Prozent verlangen könnte. Thiessen stimmte dem Vorhaben letztendlich zu, betonte aber auch, dass die Maßnahmen dann zügig umgesetzt werden müssten.

Kay Abeling (CDU) erinnerte daran, dass der Bauausschuss sich als Fachausschuss vor allem mit der Sache auseinander setzen sollte: „Es sollte bei uns darum gehen, ob die Straßen gemacht werden müssen oder nicht.“ Letztendlich entschied sich der Ausschuss dafür, dem Vorschlag des Tiefbauamtes zuzustimmen. Die Arbeiten sollen zwischen Juli diesen Jahres und September 2016 durchgeführt werden.

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