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Strandversorgung Kampen : Strandversorgung: Kampen schiebt sein Toilettenhaus unter die Düne

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach langer Diskussion soll ab Oktober der erste Spatenstich für die Strandversorgung am Roten Kliff gesetzt werden. Zwischen Sturmhaube und Grande Plage soll eine unterirdische Toilette gebaut werden.

Die Gemeinde Kampen will in der Nähe der Sturmhaube eine unterirdische Toilettenanlage bauen: Nach den Plänen des Architekten Hellwig Hofmann soll die moderne Sanitäranlage komplett in die Dünen eingelassen werden und Gästen des Hauptstrandes Erleichterung verschaffen. Was auf den Bauplänen wie die gemütliche Behausung eines Hobbits wirkt, ist das Ergebnis jahrelanger Abstimmung mit Naturschutz, Kreis und Land.

Zwischen dem für Ende Oktober geplanten ersten Spatenstich für das mit rund 500 000 Euro veranschlagte Projekt, steht jetzt noch eine Baugenehmigung durch den Kreis aus, mit deren Erteilung Kampens Bürgermeisterin Steffi Böhm allerdings fest rechnet: „Das Projekt begleitet uns schon drei Legislaturperioden und nun sind wir mit der jetzigen Lösung sehr sehr zufrieden.“

Bereits in den vergangenen Jahren waren die Pläne für eine Strandversorgung zwischen der Sturmhaube und dem Grande Plage kontrovers diskutiert worden. Das ursprüngliche Vorhaben, einen 200 Quadratmeter großen Baukörper zu errichten, der neben Rot-Kreuz-Raum und Toiletten noch von einem Kiosk und einem 100 Quadratmeter-Gastraum flankiert werden sollte, war am Widerstand er Sylter Naturschützer gescheitert. Am Ende einigte sich die Gemeinde mit Naturschutzverbänden, Vertretern von Küstenschutz und Umweltbehörde auf die abgespeckte Variante einer Toilettenanlage, die sich bestmöglich in die Umgebung einpassen sollte.

Nach sechs Monaten Bauzeit soll genau das gelingen, versprach Architekt Hellwig Hofman auf der Gemeindevertretersitzung. Das 18 Meter breite und vier Meter hohe Gebäude wird sich praktisch kaum von der Dünenlandschaft abheben: Die vier Damen- und zwei Herrentoiletten sowie vier Pissoirs mit Waschraum werden von einer Betonkonstruktion eingefasst, die von Außen von Sand bedeckt und überwachsen sein wird. „Die Gäste erwartet in dem Gebäude keine Bunkeratmosphäre“, so Hofman. Stattdessen solle Licht, das über Prismen an der Decke verteilt werde und weiche Farben eine angenehme Umgebung schaffen. „Wenn ich auf das Gebäude zugehe, dann werde ich denken, dass ich am Strand bin“, skizzierte der Architekt den erwarteten Eindruck der modernen Anlage.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 17:23 Uhr

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