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Sylter Baustellen : Stop-and-go statt freier Fahrt

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Bauarbeiten auf Landesstraße 24 bremsen Autofahrer aus. Rettungsdienste können im Notfall jedoch auf Radwege ausweichen.

Die Bauarbeiten auf der Landesstraße 24 (L24) stellen die Geduld vieler Autofahrer derzeit auf eine harte Probe. Zwischen Rantum und Westerland darf an einigen Stellen im Moment nur 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Sonst sind hier bis zu 100 km/h erlaubt. Zuständig für die Erneuerungen der Straße ist der schleswig-holsteinische Landesbetrieb für Straßenbau. Seit Mitte März geht es auf dem rund acht Kilometer langen Abschnitt zwischen Westerland und dem Inselsüden nur noch im schleichenden Stop-and-Go-Tempo voran. Extra Baustellenampeln regeln neben festinstallierten Ampeln den Verkehr und zwingen die Fahrer dazu, ihre Autos häufiger zu stoppen.

„Zur Herstellung einer geeigneten Unterlage wird die Fahrbahn um fünf bis sechs Zentimeter abgefräst“, heißt es von den Verantwortlichen. Anschließend bekommt die Fahrbahn einen neuen Asphaltaufbau, der aus drei zusätzlichen Schichten besteht. Bis Ende nächster Woche laufen die Asphaltierungsarbeiten zwischen Halemdüür und Rantumer Straße, wie der Landesbetrieb mitteilte.

Dort, wo der Asphalt aufgerissen wird, zwingen tiefe Löcher die Autofahrer dazu, langsamer zu fahren oder auszuweichen. „An einigen Stellen kann man nur zehn Kilometer pro Stunde fahren, sonst macht man sich sein Auto durch die Absätze in der Fahrbahn kaputt“, klagt Sylt-Urlauberin Annegret Müller. Teilweise stauen sich die Autos in beide Richtungen, weil die Straße nur einseitig befahrbar ist. Für den Rettungsdienst sei das aber kein Problem, sagt Arne Dekarz vom DRK auf Sylt. „Wir können fast überall auf die Radwege ausweichen.“ Außerdem seien die Fahrer aufmerksam und würden Gassen bilden, wenn ein Wagen mit Blaulicht in Sicht ist – das sei hilfreich an Stellen, die wegen der Bauarbeiten nicht zugänglich seien. Parallel wird der Radweg neben der Landesstraße zwischen Westerland und Ortsbeginn Rantum für die Asphaltierung in der kommenden Woche vorbereitet.

Der Landesbetrieb für Straßenbau zeigt sich derzeit zufrieden mit den Baufortschritten: „Wir sind gut im Zeitplan“, sagte ein Mitarbeiter. Mitte Mai soll alles fertig sein. Alle 15 bis 20 Jahre müssten Straßen wie die L24 – die fast über die gesamte Insel von List bis Hörnum verläuft – erneuert werden. Durch die Belastung würden Risse in der Oberfläche entstehen, in die Wasser läuft und die dann bei Frost aufplatzen. Das Land Schleswig-Holstein investiert rund 2,5 Millionen in die Sanierung der Straße und des Radweges. Erst im vergangenen Jahr wurde der nördliche Teil der insgesamt rund 33 Kilometer langen Fahrbahn zwischen Kampen und List neu gemacht.
 

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erstellt am 31.Mär.2016 | 05:30 Uhr

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