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Sylter Rundschau

17. August 2017 | 18:11 Uhr

Reaktionen : Stimmen zur Wahl

vom

Die Bürger der neuen Gemeinde Sylt haben sich entschieden. Während es bei den Parteien an der Spitze eng zuging, war die Bürgermeisterwahl eine klare Sache. Im Folgenden einige Reaktionen aus den Parteien.

Erik Kennel, Spitzenkandidat der SWG: "Wir sind von dem tollen Ergebnis dann doch überrascht worden. Es ist uns gelungen, zu verhindern, dass eine Partei die absolute Mehrheit bekommt. Darüber sind wir sehr glücklich und erwarten, dass so die besten Ergebnisse für die neue Kommune erzielt werden. Wir freuen uns natürlich auch, dass sich der positive Trend für uns fortgesetzt hat: Bei der Wahl im vergangenen Mai hatten wir in Sylt-Ost 40 und in Westerland 17 Prozent, jetzt sind es 32,5 Prozent.

Bei der Bürgermeister-Wahl hätte ich nicht gedacht, dass es so deutlich wird. Die Klarheit des Ergebnisses hat uns überrascht. Bei dem intensiven Wahlkampf, den der CDU-Kandidat geführt hat, ist das Ergebnis eine Ohrfeige für seine Partei."

Peter Schnittgard, Spitzenkandidat der CDU: "Es ist schon eine Enttäuschung, dass uns das 10. Mandat nicht gelungen ist. Aber ich sehe es als gutes Zeichen und vor allem als Anerkennung für die politische Arbeit in Westerland, dass wir neun Direktmandate geholt haben.

Das Wahlergebnis verspricht spannende Gespräche für die nächsten Tage, in denen sich zeigen wird, wer mit wem zusammenarbeiten wird. Bei der besten Politik für Sylt kann es nur danach gehen, was sich die Gemeinde leisten kann.

Dafür werden wir eine loyale Zusammenarbeit zwischen der Politik und der für mich erwartungsgemäß klar bestätigten Bürgermeisterin brauchen. Wobei klar sein muss, dass es Aufgabe der Politik ist, die Perspektiven für die neue Gemeinde aufzuzeigen."

Eberhard Eberle, Spitzenkandidat der SPD: "Für unsere Partei hatten wir uns einen Sitz mehr erhofft, aber der Wähler hat es nun so entschieden. Schön ist, dass keine Partei die absolute Mehrheit hat und man deshalb aufeinander zu gehen muss um Probleme zu lösen. Das wird nicht leicht aber wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse gut werden. Wir als SPD haben Berührungspunkte mit SWG, SSW und Grünen und können bei bestimmten Punkten sicher gut zusammen arbeiten.

Dass Frau Reiber die Bürgermeisterwahl mit mehr als 50 Prozent gewinnt, hatten wir gedacht. Dass es mehr als 70 Prozent geworden sind ist sensationell und zeigt, dass sie gute Arbeit geleistet hat. Ich denke, ihre Wahl ist die vernünftigste Lösung, zumal sie von Fusion bis Therme alle Themen gut kennt."

Peter Iden, Gemeindevertreter des SSW: "Für uns ist es das Ergebnis, das wir uns gewünscht haben. Ein vierter Sitz wäre schön gewesen, aber wir sind zufrieden. Die Patt-Situation zwischen SWG und CDU hatte ich fast erwartet. Wenn sie unterschiedlicher Meinung sind, kommt auf die kleinen Parteien besondere Verantwortung zu - es wird also bestimmt eine sehr interessante Wahlperiode.

Bei der Bürgermeisterwahl hatte ich zwar mit einem deutlichen Sieg von Petra Reiber gerechnet, aber nicht gedacht, dass er so klar ausfällt. Aber er zeigt, dass die Fusionsbefürworterin Petra Reiber die Leute mit guter Arbeit auf ihre Seite ziehen konnte. Außerdem kennt sie die Insel und hat bei der Vorstellung der Kandidaten im Congress Centrum den souveränsten Auftritt gehabt."

Maria Andresen, Spitzenkandidatin der Grünen: "Ich hätte mir mehr Sitze für uns gewünscht. Drei oder vier, das wäre mein Traum gewesen. Gleichzeitig sind wir froh, dass wir, wie vorher in Westerland, mit zwei Grünen dabei sind. Außerdem muss es durch die Patt-Situation der beiden großen Parteien Gespräche mit uns kleineren geben. Da bin ich gespannt, was heraus kommen wird. Was mich, unabhängig von allem anderen, enttäuscht ist, dass so wenig Frauen in der neuen Gemeindevertretung sind.

Bei der Bürgermeisterwahl hatte ich kein so klares Ergebnis erwartet, sondern war auf eine Stichwahl eingestellt. Ich freue mich aber über Frau Reibers gutes Abschneiden und denke, dass es für ihre bisherige Arbeit spricht und dass es den Fusionsprozess erleichtern wird."

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von
erstellt am 30.Mär.2009 | 05:33 Uhr

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