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Küstenschutz auf Sylt : Stiftung Küstenschutz wirbt um Unterstützung

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 18:00 Uhr

Auswärtige Besucher der Insel sind eher bereit, sich mit der Stiftung zu beschäftigen als die Sylter selbst, merkte Vorsitzender Helge Jansen in der jüngsten Stifterversammlung an. Viele Sylter wüssten zudem anscheinend nicht, dass es die Stiftung gebe oder was sie leiste, so sein Eindruck. „Nach den beiden schweren Stürmen dieses Winters sind Rufe nach einer Stiftung laut geworden. Aber die haben wir doch.“

Helge Jansen warb in seinem Bericht zur Entwicklung der Stiftung für mehr Verständnis für den Küstenschutz. „Wir können keine starre Linie, keine feste Küstenlinie aufrechterhalten. Es bleibt immer Bewegungsspielraum darin.“ Deshalb seien nach einem Sturm durchaus Abbrüche und Sandverluste zu verkraften, ohne dass die gesamte Küste gleich in Gefahr gerate. Selbstkritisch betrachtete der Vorsitzende auch seine Arbeit: „Wir müssen die Sylter besser informieren, über uns und das Thema Küstenschutz.“ Gleichzeitig forderte er auch mehr Beteiligung seitens der Insulaner. Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Projekten könne nur mit anwesenden Bürgern stattfinden.

Die Kritik der Hörnumer am Land wies Helge Jansen zurück. „Hörnum profitiert am meisten vom Küstenschutz. Existenzangst braucht niemand zu haben. Der Landesbetrieb Küstenschutz tut viel, auch wenn es nicht jeder sieht.“

21 000 Euro habe die Stiftung im vergangenen Jahr für die Sanierung des Außendeichs der Kampener Vogelkoje zur Verfügung gestellt. Das gesamte Kapital wachse stetig und belaufe sich jetzt auf über 700 000 Euro – Dank zahlreicher Spenden. Größter Zustifter war wieder die DB Autozug mit 61 708 Euro. Erfreulich viele Syltshuttle-Nutzer kauften ein so genanntes Syltschützer-Ticket.

In der jüngsten Sitzung übergab Anna Krause vom Juwelier Fritz Krause Helge Jansen einen Scheck über 2 000 Euro. Das Geld stammt aus dem Verkauf der so genannten Footprint-Anhänger. 16 Firmen haben in den vergangenen fünf Jahren mit verschiedenen Spendenaktionen Geld für die Stiftung gesammelt. „Ich denke, dass wir noch einige Firmen mehr haben auf Sylt und dass da noch einiges kommen kann in Zukunft“, hofft Helge Jansen.

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