Sylter Sitzmöbel : Starke Dünenabbrüche – Strandkörbe bleiben erstmal drinnen

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Anders als sonst werden in der kommenden Woche nicht überall am Westerländer Hauptstrand Strandkörbe aufgestellt.

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22. März 2017, 04:19 Uhr

Die Tage werden länger und damit steigt bei vielen Menschen auf Sylt die Lust, sich in einem Strandkorb zu entspannen. Am 1. April sollen am Westerländer Strand wieder zahlreiche dieser Erholungsplätze stehen – allerdings nicht überall. „Zwischen Musikmuschel und dem Restaurant Seenot werden zunächst keine Körbe aufgebaut“, sagt Ulrich Hoenack, Strandkorbwärter der Gemeinde Sylt. Stürme im Winter hätten dafür gesorgt, dass hier „extra wenig Sand liegt“ und der Strand dadurch sehr schmal ist. Erst nach den Sandvorspülungen, bei denen Schiffe sieben Kilometer vor der Insel Sand-Wasser-Gemisch aus dem tiefen Meeresboden aufsaugen und es dann mit langen Rohren an den Strand spülen – sei auch hier genug Platz für Strandkörbe.

Bisher hätten die Westerländer immer Glück gehabt und seien am Hauptstrand als erste mit den Spülungen dran gewesen, sagt Hoenack. Er rechnet damit, dass es Ende April oder im Mai soweit ist. „Bis dahin traue ich mich nicht, da Strandkörbe hinzustellen.“ Diese würden zu nah am Flutsaum stehen – bei Sturm müssten die Strandmöbel dann mit viel Aufwand wieder weggeräumt werden. Würde kein Sand aufgespült, hätte die Gemeinde „große finanzielle Einbußen“, da ihr das Geld, das sie sonst mit der Vermietung der Körbe verdient, durch die Lappen gehen würde. Auf Höhe des Hotel Miramar sei alles sicher: Rund 400 Strandkörbe sollen in der kommenden Woche ihr Winterlager verlassen und dort einen neuen Platz an der frischen Luft bekommen.

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