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Gestaltung : Spielplatzinitiative Keitum: Politiker zu schnellem Entschluss aufgefordert

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Die Pläne der Initiative wurden am Dienstag im Kurausschuss vorgestellt. Ob der Spielplatz am Pröstwai jedoch noch dieses Jahr umgebaut wird, steht jedoch noch nicht fest.

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erstellt am 27.Nov.2008 | 07:00 Uhr

Keitum | Konkret und anschaulich werden, um ihr Projekt voranzutreiben: das war am Dienstag ein Hauptanliegen der Spielplatzinitiative Keitum. Aus diesem Grund zeigte sie im Kurausschuss einen detaillierten Plan auf, wie der bestehende Spielplatz am Pröstwai nach einer Neugestaltung aussehen könnte.
Konzept steht

Ob das allerdings ausreicht, um noch in diesem Jahr mit der Umsetzung von Baumaßnahmen zu beginnen, muss abgewartet werden. "Unser Konzept steht, wir haben alles getan. Nun warten wir auf ein Zeichen der Gemeinde", sagt Tanja Gode, eine von sieben Müttern, die sich zusammen mit Pastorin Susanne Zingel in der Initiative zusammengeschlossen haben.

Insgesamt etwa 75 000 Euro würde der Spielplatz nach den vorgestellten Plänen mitsamt Geräten und inklusive aller Montagearbeiten kosten, zuzüglich 8 250 Euro für Sandaustausch und Aufschüttung eines mit Gras bewachsenen Hügels. Im ersten von vier Bauabschnitten könnte zunächst ein Multifunktionsturm mit zwei sechseckigen Türmen (Kosten: etwa 33 500 Euro) auf der rechten Seite des Platzes entstehen. "Die Gemeinde hat uns zugesagt, dass wir Geld bekommen", so Gode. "Es wäre schön, wenn wir bald mit der Umsetzung anfangen könnten, uns rennt die Zeit davon."
Zehn Jahre Garantie

Die Initiative mit eigener Satzung hat ihr Konzept, das der Gemeinde vorliegt, bereits einstimmig beschlossen. "Das Bauamt trägt die Planung mit", sagt Gode. Für den Spielplatz, so die Mutter, habe die Initiative extra hochwertige Spielgeräte der Firma Hags zusammengetragen. "Die haben zehn Jahre Garantie."

Zumindest Geld für den ersten Bauabschnitt wäre vorhanden. "Für das Haushaltsjahr 2008 sind etwa 35 000 Euro für Spielgeräte eingestellt", erklärt Bürgermeister Erik Kennel. Die Bereitstellung des Geldes könne beispielsweise über die Gemeindevertretung oder den Hauptausschuss zu Stande kommen. Es ist geplant, noch in diesem Jahr ein erstes und zweites Spielgerät anzuschaffen." Von Torschlusspanik will Kennel aber nichts wissen: "Ich gehe davon aus, dass auch nach dem 1. Januar für Kinderspielplätze Geld in das alte Gebiet von Sylt-Ost fließen wird."
Hoffen auf schnelle Beschlüsse

Der individuelle Bezug des Spielplatzes zum Ort soll durch Figuren aus den Büchern des Keitumer Schriftstellers Boy Lornsen hergestellt werden. Puppen wie Nis Puk und Schleckerpuk sollen die Spielgeräte miteinander verbinden. Mit den bisher gesammelten Spendengeldern von etwa 11 000 Euro könnte die Initiative zusammen mit den Kindern mit der Gestaltung des hölzernen Eingangsbogens und des sich daran anschließenden Zaunes beginnen. "Bevor wir die Spielgeräte nicht bestellen können, macht das aber wenig Sinn," sagt Gode. Sie und die anderen Mütter hoffen nun auf "schnelle Beschlüsse der Politiker".

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