Geplantes Edelbordell : Sperrbezirk Sylt?

Das Edel-Bordell soll in der Strandstraße eröffnen.
Das Edel-Bordell soll in der Strandstraße eröffnen.

Um das geplante Edel-Bordell in der Westerländer Strandstraße zu verhindern, will die CDU dort einen Sperrbezirk einrichten.

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28. Januar 2014, 06:00 Uhr

Um das geplante Edel-Bordell in der Westerländer Strandstraße zu verhindern, hat die CDU–Fraktion nun einen Antrag gestellt, nach dem die Verwaltung die Errichtung eines Sperrbezirks prüfen soll. Dies ist heute ab 19 Uhr Thema im Hauptausschuss der Gemeinde Sylt im Westerländer Rathaus. „Die Diskussion um die Eröffnung eines Nobel-Eros-Centers (...) ist schädlich für das Image, den Tourismus und die Jugend der Insel Sylt“, begründen die Christdemokraten ihren Antrag. Bürgermeisterin Petra Reiber betont allerdings, dass ein Sperrbezirk zwar verhindern würde, dass die Prostituierten ihrem Gewerbe auf der Straße nachgehen – das Bordell ließe sich damit nicht verhindern. Die Juristin hatte diesen Schritt im vergangenen Jahr beim Innenministerium prüfen lassen.

Prostitution ist in Deutschland legal. Ein Sperrbezirk lässt sich laut Strafgesetzbuch mit dem Schutz der Jugend oder des öffentlichen Anstandes begründen. Kommunen bis zu 50 000 Einwohner können so in ihrem gesamten Ort Prostitution verbieten. Neumünster hat im September vergangenen Jahres als erste Stadt in Schleswig-Holstein den größten Teil des Ortes in Sperrbezirke umgewandelt.

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