Bürgermeisterwahl Großgemeinde Sylt : SPD unterstützt Petra Reiber

Vorstand und Fraktion der Sylter SPD stehen bei der Bürgermeister-Direktwahl im März hinter der langjährigen Verwaltungschefin Petra Reiber (4. v. l.).
Vorstand und Fraktion der Sylter SPD stehen bei der Bürgermeister-Direktwahl im März hinter der langjährigen Verwaltungschefin Petra Reiber (4. v. l.).

Die SWG, der SSW und die Grünen wollen in Kürze ihr Votum für Bürgermeisterwahl abgeben. Die Frist für weitere mögliche Bewerbungen soll allerdings gewahrt werden.

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06. Januar 2009, 11:26 Uhr

Sylt | Die bisherige Amtsinhaberin Petra Reiber bekommt bei der Bürgermeisterwahl für die neue Großgemeinde Sylt am 29. März politische Unterstützung. Als erste Fraktion hat sich jetzt die SPD dafür ausgesprochen, dass Reiber auch die kommenden sechs Jahre Verwaltungschefin im Rathaus bleibt.

"Mit der Zusammenführung der Verwaltungen oder Themen wie Konversion, Keitum-Therme, Tourismuskonzept steht die Gemeinde Sylt vor schwierigen Entscheidungen, für die wir eine erfahrene Verwaltungschefin mit juristischem Sachverstand benötigen und keinen Gastronomie-Berater ohne einschlägige Verwaltungserfahrung", begründet der bisherige stellvertretende Bürgervorsteher Eberhard Eberle das Votum seiner Partei mit einem kleinen Seitenhieb gegen den CDU-Kandidaten Robert Cordes aus Kiel.

Der SPD-Entscheidung gingen ausführliche Gespräche von Vorstand und Fraktion mit Reiber voraus, die bis zur Wahl die Geschäfte der Gemeinde Sylt als Beauftragte führt. Die SPD hebt sowohl die "überzeugende Arbeit" als Bürgermeisterin im Rahmen der Fusionsverhandlungen wie auch den Aufbau einer gut organisierten und kompetenten Verwaltung in ihrer langjährigen Amtszeit hervor. Zudem gebe es in vielen kommunalen Politikfeldern Übereinstimmungen zwischen den Sozialdemokraten und der bisherigen Amtsinhaberin.
Bewerbungsfrist abwarten

Was offenkundig auch für die restlichen Fraktionen von SSW, Grünen und SWG gilt. Sowohl der Südschleswigsche Wählerverband wie auch die Bündnisgrünen wollen vor einem endgültigen Unterstützungsvotum allerdings noch die Bewerbungsfrist für Bürgermeisterkandidaten am 9. Februar abwarten, um sich ein Bild von weiteren Bewerbern zu machen.

Kandidaten für das Bürgermeisteramt aus den eigenen Partei-Reihen wird es bei beiden Gruppierungen jedoch ebenso wenig geben wie bei der Sylter Wählergemeinschaft. Auch die SWG stellt Reiber als Verwaltungschefin ein gutes Zeugnis aus, hat sich jedoch noch nicht endgültig für eine offizielle Unterstützung entschieden. "Für uns ist wichtig, dass ein Sylter den Job macht, der über alle Hintergründe informiert ist, und jemand mit viel Verwaltungserfahrung", so der SWG-Vorsitzende Jörg Ipsen.
Mehr Unterstützung für Reiber als 2003

Es sieht also ganz danach aus, als könne die parteiunabhängige Petra Reiber bei ihrer Bewerbung für eine vierte Amtszeit auf eine breite politische Unterstützung bauen. Bei der letzten Direktwahl 2003 bekam sie die lediglich von den Grünen.

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