Sylter Schüler : SPD: 100 Euro Förderung auch für deutsche Gymnasiasten

Sylter Schüler besuchen auch Schulen auf dem Festland, zum Beispiel im Niebüller Schulzentrum.
Sylter Schüler besuchen auch Schulen auf dem Festland, zum Beispiel im Niebüller Schulzentrum.

SPD-Fraktion tritt für Gleichbehandlung mit Schülern der dänischen Schulen ein

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29. August 2018, 18:45 Uhr

100 Euro im Monat – mit diesem Betrag sollen nach dem Willen der Sylter SPD künftig nicht nur die Schüler an dänischen Schulen auf dem Festland gefördert werden, sondern auch Sylter Schüler, die etwa das Niebüller Fachgymnasium besuchen. Der Antrag der SPD-Fraktion soll nun im Schulausschuss beraten werden.

Auslöser war die Diskussion um die Bezuschussung der Schüler an dänischen Schulen, zum Beispiel der Gymnasiasten an der Duborg-Schule in Flensburg. Der Husumer Kreistag hatte im Juni beschlossen, dass die Besucher der Schulen des Dänischen Schulvereins von Inseln und Halligen bereits ab der 9. Klasse bis zum Ende der Oberstufe finanziell gefördert werden. Sie erhalten rückwirkend ab 1. September 2017 monatlich 300 Euro, die je zu einem Drittel vom Land, vom Kreis und von der Wohnsitzgemeinde des Schülers getragen werden sollen. Pro Schüler des Dänischen Schulvereins würden also Kosten von 100 Euro auf die Gemeinde Sylt zukommen.

Im September 2017 waren es von Sylt zehn Schülerinnen und Schüler. Rückwirkend ergibt sich daraus bis zum Jahresende 2018 ein Gesamtbetrag von 16 000 Euro oder jährlich 12 000 Euro. In der Vorlage dazu heißt es, die Förderung der Unterbringung soll einkommensunabhängig und zweckgebunden erfolgen, damit der Zuschuss nicht auf das Bafög angerechnet wird.

Nach Mitteilung des Dänischen Schulvereins werden die monatlichen Unterbringungskosten einschließlich Verpflegung im Internat für die Eltern einkommensabhängig berechnet. Die Fahrkosten für die Beförderung auf das Festland werden durch den Dänischen Schulverein übernommen. Die Kosten für die Busfahrt nach Flensburg übernimmt der Verein bis einschließlich 10. Klasse komplett. Für die Schüler des 11. bis 13. Jahrgangs tragen die Eltern einen Eigenanteil von jährlich 385 Euro.

Alle Sylter Schüler sollten gleichbehandelt werden, forderte Holger Weirup (SPD) in der Gemeindevertretung. Daher müssten auch Schüler eine Förderung erhalten, deren angestrebter Schulabschluss nicht auf Sylt erreicht werden kann, zum Beispiel die Absolventen der Beruflichen Schulen in Niebüll.

Bei der Abstimmung fand die Beteiligung der Gemeinde Sylt an der 300-Euro-Förderung der dänischen Schüler die Zustimmung der Kommunalpolitiker, nur einer enthielt sich. Der SPD-Vorschlag zur Gleichbehandlung aller Sylter Schüler wurde ohne Gegenstimmen zunächst an den Schulausschuss überwiesen.

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