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Unterschriften-Aktion : Sorgen um die Hörnum Odde

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Einigen Hörnumer Bürgern reichen die Maßnahmen zum Schutz der Odde nicht aus. Mit einer Unterschriftenaktion wollen sie den Druck auf das Land erhöhen.

von
erstellt am 02.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Der Orkan „Xaver“ hat im Inselsüden seine Spuren hinterlassen. Unerbittlich grub sich der Sturm in die Hörnum Odde und fräste dabei rund 40 Meter der Dünenkette ab. Obwohl der Direktor des Landesbetriebs für Küstenschutz, Dr. Johannes Oelerich, anschließend die Verlängerung des Tetrapoden-Längswerks um 150 Meter nach Süden ankündigte, um die Häuser am Süderende bei einer erneuten Sturmflut zu schützen, ist in Sylts südlichster Gemeinde bis heute keine Ruhe eingekehrt. Nach dem Empfinden vieler Hörnumer sind die kurzfristig angekündigten Schutzmaßnahmen nicht ausreichend.

Mit einer Unterschriftenaktion unter dem Motto „Rettet die Sylter Südspitze“ versuchen einige Bürger jetzt den Druck auf das Land zu erhöhen. „Alles ist eingetreten wie wir es befürchtet haben – jetzt muss noch entschiedener gehandelt werden“, sagt der Initiator und Odde-Anwohner Dirk Rasenack. Den Abbruch der Südspitze dürfe man nicht unwidersprochen hinnehmen. Gerade für das Hörnumer Gebiet sei eine Dringlichkeit gegeben. „Es geht letzten Endes um den Bestand der ganzen Insel“, so Rasenack.

Rückendeckung für die Initiative, die bisher rund 100 Unterstützer zählt, gibt es auch aus der Hörnumer Kommunalpolitik: „Ich finde es sehr wichtig, dass Bürger die Vorgänge an der Odde kritisch begleiten und sich zu Wort melden“, findet CDU-Gemeindevertreter Ingo Dehn. Auch Dehn hält die jetzigen Zusagen für unzureichend. „Ich halte die Situation für sehr schlecht. Wenn es so weiter geht, dann ist die Spitze bald weg und der Druck auf die Ortslage wächst weiter.“

Auch Hörnums Bürgermeister Rolf Speth will seine Unzufriedenheit mit dem Zustand der Odde nicht verbergen und fordert: „Wir brauchen ein Sonderprogramm für die Südspitze.“ Das Land müsse sich jetzt seiner Verantwortung bewusst werden. Die neuen Sandfangzäune, die der Landesbetrieb bereits kurz nach dem letzten Sturm installiert hat, hält Speth dagegen für „Schönfärberei“ ohne Effekt. Für die Aktion von Anwohner Dirk Rasenack ist Speth dankbar: „Bei mir melden sich auch viele Zweitwohnungsbesitzer, die sich bei dieser Sache einbringen wollen. Die Resonanz ist riesig.“ Rasenack selber hofft derweil auf Unterstützer. „Wir sammeln noch bis zum Februar und wünschen uns 1 000 Unterschriften, die wir dann dem Umweltminister übergeben werden.“ Wer sich beteiligen möchte, kann sich im Hotel Seepferdchen, Hotel-Leuchtturm, Kap Horn, Hapimag und bei Edeka in die Liste eintragen.

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