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Sylter Rundschau

18. August 2017 | 13:30 Uhr

Sommer-Abschied

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Vergangene Woche habe ich an dieser Stelle den letzten Sommerferien-Gästen auf Wiedersehen gesagt, diese Woche möchte ich mich nun ordnungsgemäß und gebührend vom Sommer 2013 verabschieden (morgen ist Herbstanfang... schnief!) und zwar mit einer Top- und Flop-Liste.

Top: Ach, was sage ich: Top Top Top - natürlich das Wetter im Juli und August. Kurze Klamotten, endlose Fahrradtouren, unzählige Beachball-Partien (ich bin kurz vor Turnier-Reife!), Abende am Strand, zusätzliche Sonnenschirme in den Cafés noch Ende August! Danke!

Flop: Die Gäste, die bereits nach einer Woche Sonne und 20 Grad gejammert haben „Gott, ist das heiß... das hält man ja kaum aus“. Das sind übrigens meist die Gäste, die auch nach zwei Regentagen in ihrem 14-tägigen Urlaub meckern, dass sie nächstes Jahr auf gar keinen Fall wieder nach Sylt reisen, da es ja „nur geregnet hat“.

Top: Die wunderbare Nordsee. Ich bin wirklich keine geborene Arielle-Meerjungfrau-Köthe, eher das Gegenteil. Ich bin in den vergangenen fünf Jahren vielleicht zweimal baden gewesen - also insgesamt! Ganz anders diesen Sommer. Sollten die Fernsehleute mal neue Folgen von „Der Mann aus dem Meer“ (mit Patrick Duffy! Sie erinnern sich?) drehen, ich könnte seine Ehefrau spielen. Übrigens, schöner Nebeneffekt: Meine Haare sind vom vielen Salzwasser dermaßen ausgeblichen, dass ich mir mindestens einen Friseur-Termin zum Strähnchen färben sparen kann. Heißt in barer Münze: 50 Euro mehr im Portemonnaie. Wenn das nicht auf die Top-Liste gehört, dann weiß ich auch nicht.

Flop: Unser Sylter Freund Thomas D. (vollständiger Name ist der Redaktion bekannt), der es auch in diesem Jahr geschafft hat, NICHT im Meer zu baden. Begründung: zu kalt! Nächstes Jahr bist du fällig ..

Top: Die neue Fassade von HB Jensen. Na also, das sieht doch nach was aus, wenn man als Gast vom Bahnhof kommt und Richtung Friedrichstraße geht! Ist auf jeden Fall ein ganz anderer Schnack, als das olle Betonding vorher. Sehr schön! Und Glückwunsch zur Eröffnung.

Flop: Der neue Kreisel in Wenningstedt. Vielleicht täusche ich mich ja auch, aber kann es sein, dass die Staus zur Hauptsaison länger waren als früher zur Ampel-Zeit? Einmal habe ich bis Westerland zurück im Stau gestanden, andersrum einmal bis nach Kampen. Ich bin ja keine Straßenbau-Expertin, aber – ist das alles so richtig?

Top: Waren ganz viele, die dafür gesorgt haben, dass wir die Tage auf der Insel genießen konnten: die Rettungsschwimmer, die uns Strandgängern an den Ostwind-Tagen stets einen aktuellen Quallenbericht geliefert haben, die Kellner in den Cafés und Restaurants, die mit der Sonne um die Wette gestrahlt haben, die Strandkartenkontrolleure, die immer einen netten Spruch auf den Lippen hatten, die Verkäuferinnen und Verkäufer, die trotz Strandsehnsucht hinter der Kasse stehen mussten und trotzdem gut gelaunt waren. Ich könnte endlos so weiter machen. Ihr seid die Besten!

Flop: Das Sommergetränk, genauer gesagt das Fehlen eines Sommergetränks. Wo war sie denn nun, die Ablösung von Aperol Sprizz (Sommergetränk 2011) und Hugo (Sommergetränk 2012)? Oder habe ich da schlicht und ergreifend etwas verpasst? Aus der Not heraus habe mich übrigens mit Grauburgunder (mit vielen Eiswürfeln) über den Sommer gerettet. Kann man machen, ist aber keine kulinarischer Traum eines Sundowners. Sollten Sie mich im kommenden Jahr mit einem Bier in der Hand sehen, ist die Lage mehr als ernst.

Top: Der Sommerfahrplan der Sylt-Fähre. Am Sonntagabend die Insel erst dann verlassen wenn die Sonne bereits in der Nordsee versunken ist. Herrlich. Da lohnt sich ein Wochenende. Und dann oben an Bord stehen und die Haare im Wind wehen lassen...

Flop: (mal wieder!!!) Die ollen Möwen. Kann es sein, dass die Weißgefiederten von Jahr zu Jahr dreister werden? Im vergangenen Jahr haben sie mir noch im Sturzflug einen Hamburger aus der Hand gestohlen, in diesem Jahr hat eine ihre Notdurft (gibt es das eigentlich bei Möwen?) über mir entrichtet, und zwar während ich im Café Extrablatt eine Cola getrunken habe. Meinen vollge.... schwarzen Pulli konnte ich wegwerfen. Er sah noch nach dem Waschen aus, als hätte sich darauf ein Künstler mit weißer Farbe ausgetobt. Damit habe ich die Möwen endgültig aus meinem Sylter Leben verbannt: keine Möwen-Postkarten und Möwen-Souvenirs mehr. Aus die Maus! Strafe muss sein.

Aber abgesehen davon: Was für ein toller Insel-Sommer 2013! Jetzt ist er vorbei. Aber nein, ich bin nicht traurig, dass er jetzt erst einmal wieder Urlaub von der Insel macht. Das nächste Highlight ist schließlich in Sicht: es geht mit großen Schritten Richtung Windsurfworldcup sprich Mädelswochenende. Wir haben in unseren Handys (bei Whats App) bereits einen „Vorfreude-Chat“ eingerichtet, in dem wir uns (mittlerweile täglich!) wichtige Nachrichten bezüglich unserer gemeinsamen Tage schicken. Wer bucht mit, wer ohne Wäschepaket? Fleischsalat mit oder ohne Kräuter? Was sind Partyzelt-taugliche Zwiebellook-Outfits? Fakt ist: Ich werde auf jeden Fall meinen Bikini einpacken. Nein, nicht fürs Partyzelt. Aber wer weiß?! Vielleicht schaut der Sommer ja noch mal zum Windsurfworldcup vorbei. Ansonsten sehen wir uns 2014 wieder- in alter Frische!

Jeden Sonnabend beschreibt Miriam Köthe exklusiv für die Sylter Rundschau, was ihr auf Sylt so auffällt und gefällt. Die Kieler Journalistin besucht mit ihrem Mann, dem R.SH-Morningman Carsten Köthe, in jeder freien Minute die Insel.

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