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Mit Video : So wild feierte Sylt ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Tausende Besucher in allen Inselorten: Bei den Silvester-Partys auf Sylt feierten tausende Besucher durchweg friedlich ins neue Jahr.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2016 | 15:44 Uhr

Was für ein gelungener Start ins neue Jahr: Zwischen 10  000 und 12  000 Menschen feierten friedlich auf der Westerländer Promenade bei der großen NDR 2 Silvesterparty. „Es war wirklich gigantisch“, schwärmt auch Westerlands Wehrführer Jörg Elias, „schon um halb elf war alles gerappelt voll und das hielt bis etwa halb drei an.“ Es habe keinerlei Zwischenfälle gegeben, „zwar wurde wieder das Abbrennverbot misachtet“, so Elias, „es war allerdings nicht so schlimm wie in den vergangenen Jahren und verletzt wurde auch niemand.“

Auch die Polizei zeigt sich zufrieden: „Obwohl so viele Menschen auf der Insel waren, war es für eine Silvesternacht sehr ruhig“, so Hauptkommissar Jan Brodersen, „man kann es vergleichen mit einer üblichen Sonnabend-Nacht in den Sommermonaten.“

Aber der Reihe nach: Zum Jahresausblasen spielte am frühen Silvesterabend zunächst eine Delegation vom Norddörfer Musikverein in Wenningstedt, Braderup und Kampen ein kleines Konzert mit Choral, Seemannspotpourri und der Sylter Hymne „Üüs Söl'ring Lön“. In Braderup lud Dirigent Hartmut Danger die Braderuper Zuhörer dabei traditionell zum Umtrunk in das Haus seiner Familie ein.

Im östlichsten Inseldorf hielten einige Gruppen die Tradition des Maskenlaufens aufrecht: Verkleidet zogen sie durch Morsum und trugen in den Häusern heitere Verse vor, die sich mit den diesjährigen Geschehnissen im Dorf befassten - um Mitternacht trafen sich die Gruppen dann bei der öffentlichen Silvesterparty im Muasem Hüs, wo sie sich demaskierten.

Am späten Abend fanden sich in Wenningstedt zahlreiche Party-Besucher auf der Kliffmeile ein und wurden um kurz nach 12 von einer großen Laser-Show verzaubert. "Es herrschte eine sehr gute Stimmung", sagt Henning Sieverts, Kurdirektor von Wenningstedt. Die Show wurde musikalisch untermalt und die bunten Laser-Strahlen erhellten den mit Nebelmaschinen künstlich verschleierten Himmel. Und auch im Inselsüden ging es heiß her: In der letzten Stunde des alten Jahres pilgerten auch zahlreiche Einheimische und Gäste zur großen Freiluft-Fete am Hörnumer Hafen und unter dem Leuchtturm. Laute Musik, Mitternachtssnaks, Sekt und Bier - die Stimmung war prächtig.
Ein paar Knalltüten zündeten ein paar mitgebrachte Raketen und Knaller, was auf Sylt ja bekanntlich verboten ist. Und dann war es so weit. Viel Leute pilgerten hinüber zur großen Düne beim Hafen - um die beste Sicht zu genießen. Das Höhenfeuerwerk wurde dann - wie angekündigt - tatsächlich ziemlich spektakulär. Eine Viertel Stunde lang zucken immer wieder bunte Blitze am Himmel und erhellen die tiefschwarze Nacht über der Nachbarinsel Föhr. „Nicht übel“, sagt einer der Zuschauer nach dem Zauber, was einigermaßen untertrieben war.

Dann stiegen zwei Partys, die bis tief in die Nacht dauerten. Eine beim Hafen und eine auf dem Multifunktionsplatz. Passt ja ganz gut zu Hörnum, erklärte eine Dame augenzwinkernd. „Viellicht feiern der Bürgermeister und seine politischen Freunde ja an dem einen Ort und deren Gegner am anderen.“ Wer weiß, vielleicht ist es tatsächlich so. Beim Hafen wird nach dem Feuerwerk jedenfalls zunächst Musik von Helene Fischer gespielt, unter dem Leuchtturm „Westerland“ von der Ärzten. Jedem das Seine.



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