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Westerländer Musikverein : So alt wie der Eiffelturm

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

125 Jahre Westerländer Musikverein: Ein fröhliches Feierwochenende liegt hinter den Mitgliedern.

Im Jahre 1889 erblickte Charlie Chaplin das Licht der Welt, wurde in Paris der Eiffelturm eingeweiht – und sieben Sylter hoben den Westerländer Musikverein aus der Taufe. 125 Jahre liegt dessen Gründung somit zurück, was mit einem dreitägigen Jubiläumsfest gefeiert wurde.

Vom klangvollen Frühschoppen bis zum bunten Abend mit vielen musikalischen Gästen reichte das Programm, das durch einen festlichen Kommers gekrönt wurde. Rund 200 geladene Gäste hatten sich im Alten Kursaal eingefunden – darunter der stellvertretende Kreispräsident Siegfried Puschmann, Herlich Marie Todsen-Reese als Präsidentin des Musikerverbands Schleswig-Holstein, Bürgervorsteher Peter Schnittgard, Bürgermeisterin Petra Reiber, Claas-Erik Johannsen von der Söl’ring Foriining sowie Abordnungen der Sylter Feuerwehren, Ringreitervereine und der befreundeten Bimbacher Musikanten.

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Michael Nissen führten Morsums Pastor Ekkehard Schulz und Frank Deppe, der die Festchronik erstellt hatte, kurzweilig durch das Programm. In Auszügen ließen die beiden die Vereinsgeschichte Revue passieren: Dass etwa die ersten Übungsabende in der Wohnung des Dirigenten stattfanden, dass sich der Westerländer Musikverein 1983 beim Landesmusikfest bravourös den ersten Platz erspielte oder dass die Gemeinschaft heute jährlich rund 50 Auftritte und 30 Proben absolviert.

Beim Kommers indes durften die Mitglieder einmal selber Gäste sein – für den guten Ton sorgte das Brandvaernsorkester aus dem dänischen Hojer, das auch die Grußworte der Gäste umrahmte. Diese würdigten das Engagement der Vereinsmitglieder nachhaltig: „Bei den unterschiedlichsten Anlässen seid ihr präsent und aus dem kulturellen Leben nicht mehr wegzudenken“, unterstrich etwa Peter Schnittgard, während Herlich Marie Todsen-Reese konstatierte: „Wo Sie hinkommen, bringen Sie Freude mit.“

Originelle Geschenke gab es auch – wie von den Ringreitern (Nicola Christiansen: „Ihr seid treue Begleiter unserer Vereine“), die von dem achtjährigen Bennet Hoffmann ein Ständchen vortragen ließen.

Überschattet wurde der Kommers indes von dem Tod des Ehrendirigenten Siegfried Nissen, der vor wenigen Tagen im Alter von 85 Jahren entschlafen war. Ihm wurde mit einer Schweigeminute gedacht.

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erstellt am 05.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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