zur Navigation springen

Kunstaktion für Seenotretter : Signierstunde für die Seenotretter

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Erfolg für die Seenotretter: Über 200 Besucher ließen sich von Hans-Ruprecht Leiß ihre Bilder unterzeichnen. Teile des Verkaufserlöses gehen als Spende an die DGzRS.

Einen  Tisch, eine Tasse Kaffee, ein Lächeln  und einen Stift – mehr brauchte der Grafiker und Maler Hans-Ruprecht Leiß gestern nicht, um den Andrang während seiner Signierstunde in List  zu begegnen. Ab 11 Uhr verzierte Leiß   die Kunstdrucke seines Bildes „Sylt – Insel der Phantasten“ im Restaurant „Hafendeck“ von Jürgen Gosch.

Unter den Käufern des Bildes, dessen  Erlös teilweise  für die Finanzierung des  neuen Seenotrettungskreuzers  gespendet wird, waren gestern auch Karin und Manfred Riehl. Für das Ehepaar aus Witten gab es zwei gute Gründe, um das Sylt-Bild zu erwerben: „Einmal hat uns natürlich das tolle Motiv gefallen und zweitens  spielt auch die Spendenaktion eine große Rolle“, so Manfred Riehl. „Denn die Männer sind  Lebensretter, die unterstützt werden müssen.“

Kaum einen Steinwurf vom Ort der Signierstunde  entfernt,  lag währenddessen  der Seenotrettungskreuzer „Minden“ fest vertäut im Lister Hafenbecken. Auch die Mannschaft, für die der spendenfinanzierte  Seenotkreuzer bald neuer Arbeitsplatz wird, sind von der Aktion angetan. „Das Motiv ist sehr maritim und das Farbenspiel imponiert mir“, sagte der diensthabende Vormann Matthias Rönnau.  Auch  seinem Kollegen Christian Koprek  gefällt das originelle Bild des Künstlers: „In erster Linie ist es sehr farbenfroh und die Aktion finde ich einmalig.“

Extra für die  Zusammenkunft auf dem Hafendeck  war  auch der Finanzvorstand der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Nicolaus Stadeler, aus Bremen  nach Sylt gereist. „Ich kann mich für so eine Sache nur bedanken“, lobte er.   Momentan erfahre die DGzRS sehr viel positives  öffentliches Interesse: Im  Rahmen der Spendenaktion „Reetdach gegen Reeperbahn“ sammeln die Insel und die Hansestadt für die  Anschaffung eines neuen Seenotrettungkreuzers um die Wette. Momentan  hat   Hamburg mit einem Spendenaufkommen von 441160 Euro die Nase vorn. Sylt hat dabei mit Spenden in Höhe von 297786 Euro noch Potenzial für eine Aufholjagd. Insgesamt kostet das neue Schiff, das nach seiner Inbetriebnahme die „Minden“ ablösen soll,  rund fünf  Millionen Euro. Bisher haben die Spenden-Duellanten Sylt und Hamburg damit bislang 41 Prozent des geplanten Spendenanteils von 1,8 Millionen Euro aufgebracht. Als Gewinn für den fleißigsten Spendenwerber lockt das Privileg, das neue Schiff taufen zu dürfen. 

 „Wer am Ende des Tages das Rennen machen wird, kann ich noch nicht sagen – aber es handelt sich ja auch um einen Wettkampf mit Augenzwinkern“, sagte Nicolaus Stadeler.  Während Künstler Hans-Ruprecht Leiß signierte und  sich mit Interessierten über sein Bild unterhielt, mischte sich auch Sternekoch Holger Bodendorf unter die Gäste.  Der Spitzenkoch erstand gleich vier Kunstdrucke und versorgte damit  auch die eigenen Verwandten. 

Im Ergebnis unterzeichnete der Künstler am gestrigen Tag über 200 seiner Bilder. Damit  ist der Spenden-Abstand zwischen Sylt und Hamburg wieder ein Stück geschmolzen und die Aufholjagd hat weiter Fahrt aufgenommen.

 

zur Startseite

von
erstellt am 21.Sep.2013 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen