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Streit um Hörnumer Wirtschaftsplan : Sieverts kündigt Unterstützung

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Wenningstedter Kurdirektor Henning Sieverts hat seine Unterstützung für den Hörnumer Tourismusservice (TSH) beendet.

Das ging nicht lange gut: Der Wenningstedter Kurdirektor Henning Sieverts hat seine Unterstützung für den Hörnumer Tourismusservice (TSH) beendet. Keine zwei Wochen ist es her, dass die beiden Fraktionen im Tourismusausschuss Sieverts’ Hilfe für den Kurbetrieb lobten. Am Sonnabend zog der Wenningstedter die Reißleine – „aufgrund der aktuellen Entwicklung in Hörnum.“

Die Gemeinde steht seit April 2017 ohne Kurdirektor da – die letzte Betriebsleiterin Finja Fröhlich war auf Betreiben der AWGH-Fraktion gekündigt worden. Stellvertretend führt seitdem der AWGH-Bürgermeister das Geschäft. Um die Kurabgaben neu berechnen zu können, hatten die Hörnumer die Wenningstedter Kollegen um Hilfe ersucht. Kurdirektor Henning Sieverts erklärte sich bereit, Freitag Nachmittags das Team im Inselsüden zu unterstützen – freiwillig und ehrenamtlich.

Am Dienstag, 27. Juni, hatte Sieverts abends im Tourismusausschuss angekündigt, der längst überfällige Wirtschaftsplan 2017 werde gemeinsam mit beiden Fraktionen erarbeitet und „innerhalb der nächsten 14 Tage“ vorgelegt. Am nächsten Vormittag kam aus dem Hörnumer Gemeindebüro überraschend eine Einladung zu einer Gemeindevertretersitzung am 6. Juli. Auf Punkt 18 der Tagesordnung: der Wirtschaftsplan 2017 des TSH. Speth erklärte in der Sitzung, dass er das Zahlenwerk eigenhändig erstellt habe, auf Grundlage eines Entwurfs des Wirtschaftsprüfers. Mit den sieben Stimmen seiner AWGH-Mehrheit wurde der Etatentwurf beschlossen, gegen die vier Stimmen der CDU-Opposition, genauso wie die Einstellung einer Vollzeitkraft für die TSH-Buchhaltung.

Henning Sieverts kündigte seine Unterstützung am Sonnabend schriftlich per E-Mail an den Bürgermeister und die Tourismusausschuss-Vorsitzende Inken Kessenich-Neubauer (CDU). Auslöser sei der Streit um den Wirtschaftplan gewesen, erläuterte Sieverts im Gespräch mit unserer Zeitung. Es sei „unglücklich“ gewesen, dass Speth einen eigenen Etatentwurf vorgelegt habe. „Daran habe ich nicht mitgearbeitet.“ Sieverts wollte nicht für eine Seite Partei ergreifen – „das ist jetzt nicht mehr möglich.“ Eine Entwicklung, die der Wenningstedter bedauert.

„Schade“, sagte gestern auch Bürgermeister Speth zu Sieverts Rückzug. „Ich habe seine Mitarbeit immer begrüßt, aber wenn er sie einstellt, ist das okay.“ Auch die Hörnumer CDU-Fraktion bedauert Sieverts’ Entscheidung ausdrücklich. Damit sei eine gute Chance vertan worden, beim TSH wieder einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Die Tourismusausschuss-Vorsitzende dankte Sieverts für seinen Einsatz.

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