Sie senden nur einen Monat...

<dick>'Wir senden Sylt'</dick>: Unter diesem Motto ist Ralf Huber (Foto) mit seinem Kollegen Stefan Hartmann aus Keitum auf Sendung.  Foto: Bergmann
"Wir senden Sylt": Unter diesem Motto ist Ralf Huber (Foto) mit seinem Kollegen Stefan Hartmann aus Keitum auf Sendung. Foto: Bergmann

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08. Juli 2010, 07:55 Uhr

Sylt | Es geht um die UKW-Frequenz 106,4. Dort, kurz hinter Radio Nora, läuft seit dem Nachmittag des 5. Juli das Programm des Sölring Radios "Syltfunk". Wie berichtet, dürfen die Moderatoren Stefan Hartmann und Ralf Huber dort einen Monat lang Musik, Inselberichte, Veranstaltungstipps, Wetterprognosen, Informationen über die Overbeck-Ausstellung im Keitumer Heimatmuseum und vieles andere senden.

Ab dem 1. August übernimmt mit "Antenne Sylt" die direkte Konkurrenz diese Frequenz. Und das - auch wenn beim Lesen des Werbematerials ein anderer Eindruck entsteht - ebenfalls nur für einen Monat. "Danach wird sie definitiv abgeschaltet", erklärt Dr. Wolfgang Bauchrowitz, stellvertretender Direktor und Justiziar der Landesmedienanstalt für Schleswig-Holstein und Hamburg.

Der Internetauftritt von "Syltfunk" beginnt mit dem Hinweis, dass er auf UKW lediglich im Juli zu hören sein wird. Weiter gehen solle es dann im Internet und über Kabel. Geschäftsführer Günther Drossart: "Wir haben die Zulassung für Kabel, sind dafür offiziell lizensiert, verhandeln aber zurzeit noch mit Kabel Deutschland über die Frequenz. Wenn alles klappt, sind wir so eventuell schon nächste Woche auf der ganzen Insel, außer in List und Hörnum, wo es noch kein Kabel gibt, zu hören."

Bei "Antenne Sylt" fehlte zumindest bis gestern Nachmittag der Hinweis, dass der Sender nur im August "auf der schönsten Insel der Welt auf UKW 106,4 zu empfangen" sei. Antenne-Geschäftsführer Hape Müller erklärt, warum: "Wir planen, über Astra-Satellit und über Kabel weiter zu senden." Wann und wie das passieren soll, sei aber noch nicht klar. Fest stünde nur, dass es ihr Programm weiterhin im Rantumer TUI-Dorf, wo der Sender auch seinen Sitz haben soll, geben wird." Also als eine Art Resort-Sender, wie er in vielen Ferienanlagen üblich ist.

Ebenfalls missverständlich ist die Formulierung "auf der Insel". Denn für beide Sender gilt, dass sie - zumindest bis zur Einspeisung von Syltfunk ins Kabelnetz - nicht überall zu empfangen sein werden. Bauchrowitz: "Die Frequenz ist mit zehn Watt ausgestattet. Das reicht wahrscheinlich noch nicht mal, um die ganze Inselmitte zu versorgen."

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