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Sylter Rundschau

15. Dezember 2017 | 22:58 Uhr

Zügig : Sicherheit für die Ostdörfer

vom

Früher als bisher angenommen konnte der Bahndamm zwischen Keitum und Morsum verstärkt werden. Für die Bewohner der im Sylter Osten liegenden Ortschaften eine Erleichterung.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2008 | 06:22 Uhr

Sylt-Ost | Die Menschen in den Ostdörfern können kommenden Sturmfluten beruhigter entgegen sehen: Die Verstärkung des Bahndamms zwischen Keitum und Morsum ist abgeschlossen. Damit konnte der Zeitplan für die im Frühjahr begonnenen Arbeiten nicht nur eingehalten, sondern sogar um einen Monat verkürzt werden. "Möglich wurde dies durch die ausgezeichnete Arbeit der beteiligten Baufirmen", unterstreicht Ruth Weirup vom Landschaftszweckverband (LZV) Sylt.

Auf einer Länge von vier Kilometern wurde im Laufe der vergangenen Monate die brüchige Nordseite des Bahndamms intensiv bearbeitet: Nachdem Bagger den Bewuchs entfernt hatten, wurden ein Sandpolster und eine spezielle Schotterschicht eingelagert. In diesem Zuge wurde auch die Böschungsneigung abgeflacht, um den Wellen weniger Angriffsfläche zu bieten.
Anspritzbegrünung beschleunigt Bewuchs

War man zu Beginn der Arbeiten noch davon ausgegangen, dass zwei bis drei Jahre vergehen würden, bis frischer Bewuchs die Schotterschicht überdeckt, so hat sich die Sachlage inzwischen verändert: Mit dem Verfahren der Anspritzbegrünung lässt sich der Bewuchs deutlich beschleunigen. Dabei wird eine Mischung aus Saatgut, Dünger und anderen Bestandteilen auf die Schotterschicht gespritzt und durch einen organischen Haftkleber fixiert. "Dank dieses neuartigen Verfahrens wird es am Damm bereits im nächsten Frühling grünen", stellt Ruth Weirup in Aussicht.

Verteuert haben sich im Laufe der Baumaßnahme die Kosten. Waren ursprünglich 2,5 Millionen Euro veranschlagt, so hat sich die Summe durch erhöhten Materialbedarf und gestiegene Asphaltpreise auf drei Millionen Euro erhöht. Während das Land den Löwenanteil trägt, konnte der LZV seinen Eigenanteil in Höhe von 360 000 Euro in Form von Materiallieferungen begleichen.
Übergabe am 19. September

Im Zuge der Dammverstärkung wurden auch die Feldwege am Dammfuß asphaltiert, um ein Abrutschen zu verhindern. Davon profitieren insbesondere Radfahrer und Inline-Skater: "Die ebenen Strecken werden bereits nachhaltig genutzt", hat Weirup beobachtet.

Zum Abschluss der Arbeiten werden nun noch Zäune gesetzt und Vermessungen vorgenommen. Am 19. September soll die offizielle Übergabe durch das Land Schleswig-Holstein erfolgen.

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