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Kinderbetreuung auf Sylt : Sichere Basis für Bauernhof-Kindergarten

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Pachtvertrag für Braderuper Kindertagesstätte wurde verlängert, aber Gemeinde Wenningstedt beschließt deutlich höhere Beiträge

Die Gemeinde Wenningstedt-Braderup hat den Pachtvertrag mit der M.-T.-Buchholz-Stiftung verlängert – damit ist der Standort des Bauernhof-Kindergartens in Braderup langfristig gesichert, sogar bis zum Jahr 2060.

Die Lage auf dem Gelände, das der Braderuper Matthias Tobias Buchholz (1787 bis 1857) einst dem Kirchspiel Keitum vermacht hat, und das Konzept dieses Kindergartens machen ihn einzigartig in Schleswig-Holstein. „Das beweisen die zahlreichen Anmeldungen, die wir leider nicht alle berücksichtigen können“, erklärte die Kindergartenleiterin Karin Artschwager.

In der Sitzung der Gemeindevertretung in dieser Woche beschlossen die Kommunalpolitiker mehrheitlich eine Anhebung der Elternbeiträge zum nächsten Kindergarten-Jahr ab 1. August 2017 – die Erste seit Inbetriebnahme des Bauernhofkindergartens vor mehr als sechs Jahren, wie die Gemeinde in einer Pressemitteilung erklärt. Zwei Varianten hatte die Verwaltung durchgerechnet – mit Erhöhungen um zehn oder um zwanzig Prozent. Das Kommunalparlament entschied sich für eine Erhöhung um 20 Prozent. „Damit sind wir noch der günstigste Kindergarten der Insel und decken noch nicht mal die laut Kindergartentagesstättengesetz empfohlenen 30 Prozent der anfallenden Betriebskosten durch die Elternbeiträge“, berichtete Heike Müller-Jörgensen.

In der Beschlussvorlage der Gemeinde heißt es, dass es seit Juni 2011 keine Beitragserhöhung mehr gegeben habe. Nun machten gestiegene Personal- und Sachkosten und das Defizit des Kindergartens, das bei 50 Prozent liegt, höhere Nutzungsgebühren notwendig.

Für die Krippe steigt der Monatsbeitrag von 175 Euro auf 210 Euro. Der Kindergarten kostet künftig 180 Euro statt 150 Euro (bis 16 Uhr) oder 114 Euro statt 95 Euro (bis 12.30 Uhr). Die Mehreinnahmen sollen sich für das Haushaltsjahr 2017 bei eingeplanten Elternbeiträgen in Höhe von 78  000 Euro auf rund 15  600 Euro belaufen.

Gleichzeitig reduziert sich die Geschwisterermäßigung für das zweite und für jedes weitere gebührenpflichtige jüngere Kind. Dabei folgt die Gemeinde einer Richtlinie, die der Kreistag zur Haushaltskonsolidierung beschlossen hat. Das zweite Kind erhält eine Ermäßigung von 20 Prozent (bisher 30 Prozent), das dritte Kind eine Ermäßigung von 50 Prozent (statt 60 Prozent) und jedes weitere Kind wie bisher eine vollständige Beitragsbefreiung. Die Gemeindevertretung ist sich bewusst, dass sie damit nicht alle umlagefähigen Kosten an die Eltern weitergibt, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde. Vielmehr geht aus dem Gremium die Empfehlung an den Sozialausschuss, sich in einer der nächsten Sitzungen damit zu befassen, ob es der Gemeinde möglich ist, ganz auf Elternbeiträge zu verzichten.

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erstellt am 26.Mai.2017 | 05:52 Uhr

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